MindMapping

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MindMapping (eine Landkarte für den Geist Zeichnen) verbindet grafische Elemente mit Text, um komplexe Sachverhalte in einer Übersicht darzustellen. Diese Übersicht weicht von der üblichen schriftlichen Darstellung (ein Blatt mit linear von links oben in Zeilen nach rechts unten verlaufendem Text, allenfalls mit Zwischentiteln) ab.

Einerseits ordnet MindMapping die Darstellung von miteinenander verknüpften Ideen (Begriffe, Konzepte, Eigenschaften etc.), durch eine grafische Hierarchie des Dargestellten. Andererseits ermöglicht MindMapping, assoziativ vorzugehen und neue Ideen dort anzuhängen wo es sinnvoll erscheint. Insofern ist es offen für spätere Ergänzungen und für unerwartete Erkenntnisse.

MindMapping dient im wesentlichen dem Sammeln und konzeptionellen Darstellen von Ideen oder Konzepten. Es erlaubt, assoziativ vorzugehen, ein Brainstorming zu machen, ohne die Übersicht zu verlieren bzw. sie überhaupt erst zu schaffen.

Ein Mind Map sieht typischerweise ein bisschen wie ein Stammbaum aus (eine Zeichnung würde sich hier aufdrängen. Auf geht's, liebe Überarbeiterin, lieber Überarbeiter! Ich kann das nicht.):

Ausgegangen wird von einer zentralen Idee ("Sommerferien in der Provence", "Protokoll der Jahresversammlung", "Reorganisation der Abteilung", einfach irgendein ein Anfang). Dieser Anfang - möglichst ein Stichwort - wird aufgeschrieben, z.B. in der Mitte eines Blattes (und z.B. mit einem Kreis umgeben). Nun werden "Äste" oder "Wurzeln" in alle Richtungen an den zentralen Begriff anghängt. Jede Wurzel verbindet den zentralen Begriff mit einer untergeordneten Idee oder Eigenschaft (etwas das weiterführt), die auf die übergeordnete Idee verweist und sie z.B. erklärt - oder eine neue Frage aufwirft. Die untergeordnete Idee ist ihrerseits Ausgangspunkt für weitere angehängte Wurzeln. Man arbeitet sich sozusagen von Wurzelknoten zu Wurzelknoten weiter in die Details.

Wenn etwas zur zentralen Idee gehört, aber nicht in die angefangene Hierachie passt, dann fängt man mit einer neuen Wurzel bei der zentralen Idee an. Die einzelnen Knotenpunkte können auch unhierarchisch mit Knoten in anderen Wurzelästen verbunden werden, sofern das für die Macherin / den Macher des Mind Maps einen Erklärungswert hat (solange das Ganze noch übersichtlich ist). Das Mind Map kann flach sein und viele Wurzeläste direkt von der Mitte aus haben oder tief, mit vielen Unterästen.

Es empfiehlt sich, ein Mind Map zu "malen", d.h. Farben, Symbole zu benutzen, Äste dicker und dünner zu zeichnen, etc. Diese grafischen Elemente helfen bei der Anschaulichhkeit des Mind Maps. Ausserdem sind sie sinnlich, machen Spass, setzen Kreativität frei. Das Denken zum Fliessen zu bringen ist eines der Hauptziele von MindMapping.

Man kann Mind Maps zu verschiedensten Zwecken verwenden, z.B. als Lernhilfe: das Gedächtnis prägt sich Konzepte, die grafisch dargestellt sind besser ein), als Darstellung für einen Vortrag (für das Publikum vergrössert dargestellt), als Hilfe für ein Brainstorming, etc. MindMapping wird vor allem in der Organisationsberatung eingesetzt, die Anwendungsmöglichkeiten sind aber unbegrenzt. (Ich bereite mich gerade damit auf eine Prüfung vor.)

Es gibt endlos Literatur (v.a. praktische Anleitungen) über MindMapping. Als Vater des Konzepts gilt der Amerikaner Tony Buzan, der eine Reihe von Büchern darüber geschrieben hat (der Onlinehandel hat's...). Es gibt inzwischen auch eine Reihe von Computerprogrammen (Stichwort Mind Map in jeder Suchmaschine führt automatisch zu den Anbietern...), die beim Erstellen eines Mind Maps helfen können (auf dem Computer kann man das Mind Map grafisch neu organisieren, wenn z.B. eine Hierarchie nicht schlüssig ist, oder die Komplexität noch erhöhen, z.b. durch Hyperlinks).

Für den Hausgebrauch (und um die Technik zu lernen und zu üben - das muss man nämlich), genügen ein weisses Blatt und mehrere bunte Stifte. Jeder kann seinen eigenen Stil entwickeln. Einzig das Grundprinzip - die hierarchische Ordnung - sollte man beibehalten. Es dient der Strukturierung. Aber wie man eine Hierarchie aufbaut, ist jedem/r Mind-Mapper-In selbst überlassen. Und man kann mit der Hierarchie auch spielen, sie durchbrechen. Es empfiehlt sich, einige praktische Beispiele anzuschauen und ein Buch oder Pamphlet mit praktischer Anleitung zu lesen oder einen Kurs zu machen (ich habe letzteres getan: ein Tag ist genug.)

Es ist absolut keine Hexerei! Viel Spass.

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Mittwoch, 12. April 2006

Offene Prozesse sind welche, die der Öffentlichkeit beliebig zugänglich sind. Diskussion, was damit gemeint sein könnte. Wie sehen Werkzeuge dafür aus ?