Von der Theorie der Subkultur zur Theorie der Vernetzung
Von der Theorie der Subkultur zur Theorie der Vernetzung
Soviel ist schon einmal richtig an diesem Titel in der Tat war meine Theorie der Subkultur die Voraussetzung meiner theoretischen Anstrengungen zur Alternativen Ökonomie. Nicht zufällig hat meine 1974 abgefaßte Arbeit, ursprünglich ein Nachwort zur ersten AG SPAK-Materialiensammlung, "Notate zur Kritik der subkulturellen Ökonomie" geheißen, und noch keineswegs "Notate zur Kritik der Alternativen Ökonomie" - obgleich der Sammelband diese bereits im Titel enthielt, und auch die "Notate" selbst, als Kompromißbildung der damals im Schwange befindlichen Begriffe "Gegenökonomie" und "Eigenökonomie", den Begriff der Alternativen Ökonomie enthalten hatten.
Die Theorie der Subkultur orientiert sich letztlich an einer Spielart der Kritischen Theorie, nämlich an jener Herbert Marcuses. Und das, obwohl Theodor W. Adorno gar nicht so selten zitiert wird - allerdings eher im Detail, im Kontext der Widersprüchlichkeiten des gesamtgesellschaftlichen und subkulturellen Alltagslebens, dessen Analyse die "Minima Moralia!" zu einem nicht geringen Teil ausmachen. Der für die Theorie der Subkultur verwendete, durch Hegel letztlich hindurchgegangene, Begriff Herbert Marcuses heißt "bestimmte Negation". Damit ist nicht nur das gemeint, was im berühmten Apercu Bertolt Brechts enthalten ist: daß nämlich der Hegel ein sehr lustiger Mensch gewesen sein müsse, weil er nichts hätte denken können, ohne sich nicht sofort auch das Gegenteil dazu vorzustellen. Dies langt nicht, dies könnte auch jene "abstrakte Negation" sein, die in der Tat in diversen Subkulturen und deren Alternativen Ökonomien vorkommt: einfach das Gegenteil dessen zu wollen und zu tun, das gerade herrschende Norm des Establishments und der Gesamtgesellschaft ist - und damit relativ kurzfristig zu scheitern. Die bestimmte Negation des schlechten Bestehenden hingegen bezieht sich auf jenes Ausmaß an Gegenteil, das unter den bestehenden historischen und strukturellen Rahmenbedingungen eine Chance hätte, authentisch, erkämpfbar, verwirklichbar zu werden. Daraus resultiert jene notwendige Gratwanderung von Subkulturen zwischen Anpassung und Absturz, die denn auch die Alternative Ökonomie kennzeichnen sollte.
Auch 30 Jahre später ist es, selbst für mich, nicht so einfach, die methodischen Grundlagen der Theorie der Subkultur herauszuprägarieren. Neben der Kritischen Theorie ist hier, zum einen, dies als Negativfolie, an den strukturell-funktionalen Ansatz der etablierten US-amerikanischen Soziologie zu denken (während die positiven Ansätze ihre Verwandtschaft zur US-amerikanischen Ethnologie weder leugnen können noch wollen). Ohne die kritische Rezeption von Kingsley Davis, Talkcott Parsons, Robert Merton wäre die "Theorie der Subkultur" in dieser Form mit Sicherheit nicht entstanden. Diese üben für letztere eine ähnliche methologische Funktion aus, wie sie Hegel, Ricardo, Saint-Simon, Fourier für die Theoriebildung von Karl Marx nachgesagt worden ist, oder -in einem geringeren Ausmaß - Croce und Gentile für jene von Antonio Gramsci. Rund 100 Seiten lang rezipierte ich die Aussagen dieser (und vergleichbarer) Theoriebildungen - um sie anschließend im Sinne von Herbert Marcuse in ihr teilweises Gegenteil umzudrehen. War etwa der zentrale Focus der strukturell-funktionalen Schule die Anpassung, focussierte, und dies im gleichen Kontext, die Theorie der Subkultur auf die diversen Nicht-Anpassungen; die Devianz wurde vom zu Vermeidenden zum Produktiven. Noch die Kennzeichnung der Theorie der Subkultur als eine Theorie der mittleren Reichweite gemahnt unübersehbar an Robert Merton - auch wenn sie sich schließlich fraglos anders versteht als Robert Merton.
Diese Weise der Theoriebildung erinnert schließlich an eine weitere, methodologische Form, die schon deshalb nicht vorbildhaft für die Theorie der Subkultur wirken konnte, weil sie überhaupt erst gleichzeitig mit letzterer im Entstehen begriffen war: jener, die später die US-amerikanischen Autoren Glaser und Straus als "Grounded Theory" bezeichnet haben. Nachdem ich in den frühen Neunzigerjahren von dieser Methodologie erfahren habe (stringent angeeignet habe ich ich sie mir bis heute nicht), bekam ich den furchtbaren Verdacht, ich hätte in einigen meiner zentralen Arbeiten implizit nach einer vergleichbaren Methode gearbeitet, ohne von dieser zu wissen (Neben der "Theorie der Subkultur" würde dies auch für "Drogenabhängigkeit und Drogenkultur" gelten, teilweise auch für "Einführung in die Soziale Therapie"). Ich nahm also eine Fülle von Quellen, von Handbüchern mehrerer Wissenschaften bis hin zu Liedertexten und persönlichen Mitteilungen, und kristallisierte aus diesen eine Reihe von zentralen Begriffen heraus: "Norm", "Leistung", "Anpassung", "Abweichung", "Institution", "Bedürfnis" (Die "Memos", die Glaser/Straus vorschlagen, um die Projektionsgefahr dieses Verfahrens zu minimieren, hatte es bei mir auch gegeben: sie hießen nur nicht "Memos", sondern "Subjektive Notate"(immer mal erschienen auch in Gedicht- oder Liedform). Diese wurden dann einerseits nach der skizzierten Art der Kritischen Theorie Marcuses focussiert, andrerseits mit dem mir zugänglichen empirischen Material angereichert. /Die empirische Sozialforschung - ich denke an die Allensbach-Jahrbücher oder an das damals zusammenfassende Handbuch von Bernard Berelson und Gary Steiner - wurde von mir durchgehend rezipiert, aber, ebenso wie etwa die Spieltherapie. Ausschließlich als Hilfswissenschaft. Dies steht auch, soweit ich mich erinnere, in der "Theorie der Subkultur" ausdrücklich drin).
Ist nun einmal der Gegensatz zwischen Establishment einerseits, der Milchstraße unterschiedlichster Subkulturen andrerseits, im Verhältnis der bestimmten Negation konstituiert, so wird es möglich, aus diesem die unterschiedlichen Schlußfolgerungen herauszuentwickeln, die erstere in Bezug auf Normen/Werte, Bedürfnisse, Institutionen in ihrer Praxis (und in den Beschreibungen ihrer Praxis) ziehen. Dies betrifft auch die Ökonomie. Selbstredend betrifft es, subkulturtheoretisch gesehen, nicht nur die Ökonomie. Vergleichbare monographische Arbeiten, die hier vernachlässigt werden, habe ich zu Nahrung, zu Drogen, zu künstlerischen Objektivationen versucht; nicht habe ich dies zu Kleidung (wo es eine Flut von Untersuchungen anderer gibt), zu Wohnung, zu Sexualität, zu Technik getan. Und hier befand sich dann die Schnittstelle zwischen den Theorien der Subkultur und der Alternativen Ökonomie.
Unter den subkulturellen Institutionen befand sich auch, dem Sprachgebrauch der Zeit entsprechend, die "Gegenökonomie" (wie auch die entsprechenden Gegenmedien, und, ein erstes Anzeichen zur Vernetzungsansätzen, der Vorschein einer politischen Vernetzungsorganisation, die indes so nicht zustandegekommen ist).
Die Darstellung ist, wie übrigens die aller subkulturellen Bedürfnisse und Institutionen, kurz, kursonisch und mehr als unvollständig. Methodisch gesprochen, bewegt sie sich gleichfalls im skizzierten Umfeld von Kritischer Theorie, negierten strukturell-funktionalen Ansätzen, und dieser Abart von "grounded theory", die sich selbst als diese nicht weiß, noch wissen kann.
Es fällt auf, oder doch heutzutage wiederum nicht mehr, daß von Karl Marx in der gesamten "Theorie der Subkultur" so gut wie nicht die Rede ist. Das verwundert indes niemanden sehr, und mich schon gar nicht: Zum einen hat Marx über Subkulturen wenig geschrieben, und zum anderen wird an den wenigen Stellen wo er dies dann doch tat (Boheme, Lazarusschicht), deutlich, daß er Subkulturen überhaupt nicht mochte. Dies verändert sich mit Notwendigkeit in jener Detaillierung der alternativen Institutionen subkultureller Ökonomie, die seit 1974 als "Notate zur Kritik der subkulturellen Ökonomie" von Zeit zu Zeit das Licht eines Sammelbandes erblicken sollte.
Die Reflexion der Subkulturen auf Ökonomie sind ohnehin mit einiger Notwendigkeit von einem Paradox gekennzeichnet. Gleichzeitig sind, wie ich es für Planungen, Prognosen und Utopien in meinen Bänden zur Geschichte der Zukunft nachgewiesen habe, auch die Subkulturen in ihren Lebensäußerungen, wie in ihrem Entstehen und Vergehen, zutiefst von der gesamtgesellschaftlichen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst: die unfreiwilligen Subkulturen ohnehin, und die freiwilligen Subkulturen vermittelt durch jene Klassenströmungen, die sie jeweils, Gramsci würde sagen: hegemonial, angehören. (Die unabhängig von meiner eigenen in etwa gleichzeitig entstandene, und in vielem inhaltsgleiche, Subkulturtheorie des "Center of Cultural Studies in Birmingham analysiert ja, zu Recht, wenn auch äußerst exemplarisch, den Zusammenhang von Klassenströmungen und Subkulturen. Eine systematische Zusammenschau beider steht bekanntlich nach wie vor aus). Gleichzeitig aber wird, mit einiger Notwendigkeit, die Ökonomie durch den Großteil der Subkulturen systematisch vernachlässigt. Mit einiger Notwendigkeit deswegen, weil ja die Ökonomie zu den hegemonialen Normen des Gesamtgesellschaft zählt (nur beispielsweise nenne ich hier die Prinzipien des Profits, der Kosten-Nutzen-Rechnung, der Akkumulation, der verselbständigten Leistung), daher deren bestimmte Negation ihr sinnvollerweise keinen besonders hohen Stellenwert zu erteilt. In diesem Paradox der ersten Seite, trotz alledem, eine stärkere Betonung zu zuerkennen, zählte zu den impliziten Aufgabenstellungen jener "Notate", wie auch jener Materialiensammlung zur Alternativen Ökonomien, die erstere abschlossen. Die Lage war ja, kurz und populär gesprochen, so: Geld war da - oder nicht da (bzw. es konnte aufgetrieben werden - oder nicht). Meistens war es nicht da, den Kalauer entsprechend: "Die revolutionären Organisationen wollen das Geld abschaffen, aber ich kenne Leute, die jetzt schon keines haben." Der Voluntarismus, sich selbst am eigenen Schopf aus dem kapitalistischen Sumpfe ziehen zu können, wurde bei vielen Trägern zur abstrakten Negation der ökonomistischen Hegemonie des Establishments. In den späten 70erjahren wurde ich oft kritisiert, den guten Willen der Projektler zugunsten einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise zu unterschätzen. Selbst im TAK AÖ, selbst noch in den Achtzigerjahren, standen bei einigen die ideellen (z.B. die spirituellen) Grundlagen diverser Projekte derartig im Vordergrund, daß selbst die Fragen nach der Subsistenz, gar nach dem Jahresumsatz, ihnen demgegenüber als durchaus entbehrlich erschienen.
Entsprechend war der Ausgangspunkt meiner Analyse das Bedürfnis jedweder subkulturellen Einheit, einen Raum zu haben, dafür die Miete aufbringen zu können, die je eigene Kommunikation (z.B. durch Post) zu gewährleisten, die Subsistenz ihrer Mitglieder einigermaßen zu ermöglichen. Der Ausgangspunkt, wohlgemerkt, die abstrakte Keimform, das Aufsteigen zu den Mondragons, den Coops Dortmund, den Kibbuzverbänden war selbstredend seit je mit eingeplant, und wurde in der Untersuchung stets mit berücksichtigt. War indes die Ökonomie solcherarts in den Focus subkultureller Bedürfnisse und Institutionen gestellt, war es erforderlich, die Marx' sche Theoriebildung mit einzubeziehen.
Dabei verbot sich naheliegenderweise eine lineare Marx-Rezeption. Der Aufbau des "Kapital"-Fragments beginnt bei der Keimform, der Ware, und schreitet (bzw. beansprucht zu schreiten) zu immer weiteren Vergesellschaftsformen fort: dem Mehrwert, der Akkumulation, den Reproduktionen, den Klassen, dem Staat, dem Weltmarkt. Dem gegenüber, wenn auch in ihren heroischen Phasen mit ähnlich großen Ansprüchen, hat Alternative Ökonomie mit Notwendigkeit mikrologische Züge - es ist, wie wenn Marx durch den Poststrukturalismus eines Deleuze oder Derrida hindurchgegangen wäre. Folglich ergibt sich als eine der zentralen zusätzlichen Kategorien jene der Differenz: jenem Moment, das Alternative Ökonomie von hegemonialer, etablierter, gesamtgesellschaftlicher Ökonomie gerade unterscheidet. (Nur um ein Beispiel für Differenz aus den "Notaten" zu bringen: manche von Marx notierten Widersprüchen zwischen Kapital und Arbeit lesen sich fraglos anders, wenn es sich um ein und dieselbe Personenkategorie handelt, die als Kapitaleignen sich als Arbeitskraft anwendet - bis hin zur berühmt-berüchtigten Selbstausbeutung, die in diesem Falle die Fremd-Ausbeutung ersetzt, und im Verlauf der Geschichte dieses Begriffs derartig vulgarnisiert wurde).
So ergibt sich denn auch schon zum relativen Beginn der "Notate zur Kritik der subkulturellen Ökonomie" die Begriffsbestimmung Alternativer Ökonomie aus zwei Momenten, die, wie Bataille sich ausdrücken würde, zum "verfemten Teil" Marxscher Analyse gehören: der Gebrauchswertorientierung, und der Relativierung der Arbeitsteilung im Produktionsprozess und/oder im Willensbildungsprozess. Beides kommt bei Marx vor, allerdings (vom Marxschen Aufbau her naheliegenderweise) nicht so: Der Gebrauchswert wird nach dem Beginn des "Kapital"-Buchs beiseite gelegt (ebenso wie übrigens alle nicht mehrwertproduzierenden Arbeitsprozesse, was Marx bekanntlich beträchtlichen Ärger mit der feministischen Theorie eingebracht hat), da er zur beanspruchten Analysefolge Wert-Machtwert-Akkumulation nichts beiträgt. Die Arbeitsteilung wird zwar als kapitalistisches Kunstprodukt wiederholt gegeißelt, allerdings in seltsam konsequenzenarmer Weise. Dies gilt auch für jene wenigen Stellen, in denen Marx tatsächlich Fragen Alternativer Ökonomie berührt, etwa in der dokumentierten Stelle zur Kollektivfabrik in "Kapital III": von Gebrauchswert und Relativierung der Arbeitsteilung ist auch hier kaum die Rede.
Da es sich hier um ein letztlich methodologisches Referat handelt, im Kontext einer Tagung zur (weithin nach wie vor abwesenden) Theoriebildung Alternativer Ökonomie, macht es mir wenig Sinn, die "Notate" noch einmal wiederzugeben, und in ihrem Wechselspiel von (erörterter) Subkulturtheorie, Marx'scher Analyse und Differenzenvielfalt zu begleiten. Nur eine Bemerkung noch dazu, um ein nahegelegenes Mißverständnis zu vermeiden: die Paradoxie wird um nichts geringer, wenn eine Theoriebildung durch die Idee bestimmt wird, anstelle der Marx'schen Analyse als paradigmatische Perlenschnur eine beliebige bürgerliche Wirtschaftstheorie (Neoklassik, Grenznutzentheorie, Monetarismus etc.) zur Grundlage zu nehmen. Dies kommt etwa in der umfassenden Erörterung Wolfgang Seibels "Funktionaler Dilettantismus" zum Ausdruck (ein gleichwohl gerade deshalb lesenswertes Buch, auch wenn meine Rezension diese durch die Zeitschrift "Contraste" schon vor Jahren nicht gebracht worden war). Seibel führt eine saubere neoklassische Analyse von sechs exemplarischen Institutionen, von der Economie Sociale (städtisches Energieversorgungsunternehmen) bis zur Alternativen Ökonomie (Frauenhaus), durch, und staunt schließlich Bauklötze, daß alle diese so einigermaßen funktionieren, obwohl sie seinen wirtschaftswissenschaftlichen Prämissen in keinem Punkte genügen. In Negation dazu muß ich sagen, daß mich hierbei nichts so sehr erstaunt, wie das Staunen Wolfgang Seibels, der dann schließlich zur zutreffenden Schlußfolgerung sich durchringt, sie würden funktionieren, weil sie obigen in keinem Punkte genügen. Kontextbezogen wäre ihm entgegenzuhalten, daß dieser so bezeichnete "Dilettantismus" die eigentliche Professionalität Alternativer Ökonomie darstellt, die ja schließlich weitgehend aus diversen bestimmten Negationen herrschender Wirtschaftlichkeit entstanden sind, auf die sich jener Wolfgang Seibel mehrere 100 Seiten lang affirmativ bezieht.
Was indes in meinen ausgeführten "Notaten" mit Sicherheit, und dies ganz ohne Paradox, dem Weitertreiben Marx'scher Analytik geschuldet ist, war das eigenständige Herausarbeiten der Systemgrenzen Alternativer Ökonomie bis hin zum Nachweis der strukturellen Unmöglichkeit eines eigenständigen durchgehenden alternativen Reproduktionszyklus. Auch dieses war mißverstanden worden: nicht verstand ich diese Aussage als resignativ (sonst hätte ich mich wohl kaum, von der Ökobank über die Stiftungsdebatte bis zu den vergeblichen Versuchen einer Alternativenversammlung, an allen möglichen Vorhaben beteiligt, die geeignet waren, oder dies doch hätten sein können, die Systemgrenzen um einige Zentimeter hinauszuschieben). Vielmehr resultierte meine Untersuchung in der Auffassung, eine potentielle gesamtgesellschaftliche Durchsetzung Alternativer Ökonomie (jenseits einer, wenn auch vielleicht langandauernden, Nischenökonomie) bedürfe einer vehementen politischen Unterstützung - durch wen auch immer (Der Autor Wolfgang Kraushaar, "Autonomie oder Ghetto", hatte diese Pointe damals durchaus verstanden).
Wo indes die Analyse des Karl Marx, und sei sie noch so gebrochen durch Subkulturtheorie, "grounded theory" ohne Wissen ihrer selbst, poststrukturalistische Differenzen, empirische Hilfswissenschaften, in den Diskurs gerät, ist es geboten, einige Minuten über dessen methodologischen Stellenwert zu reflektieren. Auch dies ist mehr als ein Jahrhundert lang weithin unterblieben. Und auch dies verwundert nicht, wenn die Mehrheit zu Usurpatoren der Marx'schen Theorie wird, aus der, mit weiteren Bindestrichen versehen, eine "Legitimationswissenschaft" (Oskar Negt) gemacht wird, und wenn die Minderheit zwar die richtige Feststellung trifft, auch die Marx'sche Theorie sei eine Kritische Theorie, es aber weithin dabei bewenden lässt (und auch ich habe in den "Notaren", wie auch in meinem bisherigen "Zukunfts"-Fragment, Marx ausschließlich als kritischen Theoretiker rezipiert: meine Achtung vorn der Eigenständigkeit sozialer Bewegungen war seit je viel zu groß, um letztere mit noch so wissenschaftlich gewonnenen Handlungsanweisungen zu belästigen). Einer der wenigen für meine Überlegungen brauchbaren Hinweise zur Marx'schen Methodologie fand ich beim tschechischen Theoretiker Jindrich Zeleny, wohl im Vorfeld des Prager Frühlings entstanden. Dieser arbeitet die Methode des Karl Marx als "strukturell-genetische" heraus. Populär wiedergegeben (Zeleny ist Philosoph, und schreibt keineswegs populär), heißt dies: Die Methode bezieht sich gleichzeitig auf Struktur und auf Geschichte. Geschichte wird wahrgenommen, als Wahrgenommene untersucht, und zu strukturellen Überlegungen verdichtet. Aus den Betrachtungen von einigen Jahrtausenden Warenaustausch (und schließlich Geldwirtschaft) folgt, extrem verdichtet, die Analyse der Ware und ihres Fetischcharakters. Aus jenen der industriellen Entwicklung in Großbritannien begründet sich die Untersuchung des relativen Mehrwerts. Gleichzeitig aber wird die Struktur nicht als überzeitlich, überörtlich, gar "naturrechtlich" wahrgenommen, sondern als geschichtlich geformte, geschichtlich formbare, veränderbare (siehe z.B. in "Kapital I" die Kapitalabfolge von der Manufaktur zur globalen Industrie). Selbstredend ist diese Skizze sehr idealtypisch - auch Marx hat sich nicht durchgehend in diesem Rahmen bewegt. Aber diese Idealtypik von Analyse verdiente es, in die Theorienbildung Alternativer Ökonomie einzugehen: anders gesprochen, habe ich in den "Notaten" die strukturellen Aspekte der Marxschen Theorien ebenso ernst genommen, wie den Sachverhalt, daß die Träger und Trägerinnen Alternativer Ökonomie weithin im Detail eine je andere Geschichte durchlebt haben, als ein großer Teil etwa der britischen Industriearbeitendenschaft. Nahe lag es, daß sich ein Großteil jener Theoretiker und Theoretikerinnen, die sich überhaupt einer methodologischen Fragestellung bewußt waren, in Strukturalisten und Genetizisten/Historizistinnen unterteilen lassen (Ersteren sind oft Althusser oder Poulantzas, zweiteren Gramsci und - von der "Akkumulation des Kapitals" abgesehen - Rosa Luxemburg zugezählt worden). Wo hingegen der immerwährende strukturelle Aspekt allzu sehr in den Vordergrund geriet, ist dies nicht nur der Theoriebildung schlecht bekommen, sondern auch den Lebenszusammenhängen jener Personen, die gerade deren Hegemonie unterworfen waren (Selbstredend denke ich hier in erster Stelle an Stalin, bei dem zeitwillig jeder dritte Satz mit "Es ist evident, daß..." beginnt - als ob im kontinuierlichen Prozesse historischen Wandels irgendetwas evident sein würde). Aber auch an jenen später Wolfgang Harich, der ausgerechnet, jenen Arnold Gehlen, für welchen die Institutionen als unwandelbare stählerne Gehäuse das abwesende Rückgrat der Menschen zu ersetzen pflegen, für seine Theoriebildung als beerbbar zu halten neigt.
Nicht ohne Grund halte ich inne: bereits zum zweiten Mal, in einem geradezu entgegengesetzten Kontext, ist uns der Begriff des "Strukturellen" auffällig geworden (implizit, wenn ich die Erwähnung des Poststrukturalismus dazuzähle, der in seinem Rahmen den französischen Strukturalismus der Zeit nach 1945 bestimmt negiert, zum dritten Mal). Dies scheint auf eine gewisse Bedeutung hinzuweisen.
Gleichzeitig ermöglicht es uns, allmählich und vorübergehend, von Strukturellen zum Systemischen überzugehen, deren Grenzen mir ohnehin ebenso fließend zu sein scheinen, wie die Begriffe selbst mehrdeutig und übergreifend. Was bei Marx als das Strukturelle sich erwies, scheint mir bedeutende systemische Anteile zu haben, etwa die formelhaften Ableitungen zwischen konstantem Kapital, variablem Kapital, Mehrwert, und den daraus sich ergebenden Raten. Auch der strukturelle Funktionalismus ist an mehreren Stellen, etwa bei George Homans, in das Systemische übergegangen (Niklas Luhmann Systemtheorie, und ihre möglichen Verbindungen zu Talcott Parsons, lasse ich aus, da sie für keine der heute diskutierten Theoriebildungen eine nennenswerte Rolle spielt). Zwar erwähne ich unter den vielen möglichen Hilfswissenschaften für die Theorie der Subkultur auch die Systemtheorie,konnte sie also, rein aus dieser und aus den "Notaten" her betrachtet, ebenso außen vor lassen, wie etwa die Spieltheorie. Doch ist mir für den heutigen Vortrag auch aufgegeben worden, die Theorie der Vernetzung zu erörtern, gleichsam als imaginären Schlußpunkt, und dabei scheint mir nun die Systemtheorie alles andere als eine Hilfswissenschaft zu sein.
Mein wissenschaftstheoretisches Problem mit der Vernetzung, das ich nunmehr als zusätzlichen Exkurs gleichsam einschiebe, ist ein mindestens doppeltes. Zum einen will ich zwar meinen "Entwurf für die Gruppe 2000" (ebenfalls aus dem Jahre 1974) keineswegs zu gering veranschlagen (auch habe ich ja gerade erst, im Mai 2000, eine Rede auf der Vernetzungs-Tagung gehalten, die diesen in den Mittelpunkt stellte) - indes, die Ansprüche an einer Theorie der Vernetzung erfüllt er fraglos nicht. Zum anderen ist ihre Verbindung sowohl in der Theorie der Subkultur, als auch zu den Notaren zur Kritik subkultureller/alternativer Ökonomie, eine ausgesprochen dünne. Eher wäre es, würde sich noch ein Mensch für kritische Innovationen in den Sozialwissenschaften interessieren, interessant, mögliche Konvergenzen zu meiner allgemeinen Theorie der Interaktionsrenten herauszustellen (die in den "Modellen zur Radikaldemokratie" beanspruchte, eine Grundlage für empirische Erörterungen zur Macht zu legen), oder auch zu Johan Galtungs Auffassungen zur strukturellen Gewalt. In der "Theorie der Subkultur" erscheint die Organisationsform als pragmatisch-idealtypische Ausweitung des Modells der "SOMAO", das vor der Verkaderung der Außenparlamentarischen Opposition diskutiert worden war; in den "Notaten" gibt es ein Stichwort "Die Formbestimmung von Organisationen mit der Funktion des ideellen Gesamtkapitalisten subkulturellen Einzelkapitals" (77). Im Sinne einer kritischen Theorie ist an dieser Stelle so gut wie ausschließlich von der Partei die Rede, und zwar keineswegs in positiver Absicht. Das Stichwort "Vernetzung" taucht an dieser Stelle nicht auf.
Die Beweisführung im "Entwurf einer Gruppe 2000" hingegen stellt die Frage der Koinzidenz von Produktionsform und Organisationsform in dem Mittelpunkt der Erörterungen (implizit wohl schon an den langfristigen Strukturzyklen eines Nikolai Kondratieff oder Joseph Schumpeter orientiert, wie es dann in den Bänden zur "Geschichte der Zukunft" der Fall sein sollte - obwohl hier diese Namen nicht vorkommen). Grobschlächtig wiederholt, lautet hier die zentrale Aussage: Organisationsformen, wie Verein, Partei, Gewerkschaft, insbesonders Kader, die strukturäquivalent zur Dampfmaschine, zur Eisenbahn, zur Elektrizität sinnvollerweise entstanden sind, eignen sich nur wenig für Zeiten, die von der elektronischen Technologie dominiert sein werden. Deren authentische Form politischer Vergesellschaftung wird das Netzwerk sein. Zum einem ist die intrasubkulturelle Spitze unübersehbar: 1974 gab es in Mitteleuropa sicher einige Dutzend Kaderorganisationen, die sich aufführten, als ob sie imstande wären, morgen die diversen Weltrevolutionen anzuführen (Diese Prognose, daß die Kader bald ihre relative Bedeutung einbüßen würden, ist ja eingetroffen, die der netzwerkförmigen Vergesellschaftungen bis heute nicht so richtig). Zum anderen ist keine meiner auf praktische Aufgabenstellungen focussierten Schriften so wenig exklusiv auf Subkulturen bezogen, wie diese: nicht nur, daß alle möglichen Drehpunktpersonen und Drehpunktinstitutionen einbezogen werden sollten, geht die potentielle Zielgruppe weit in die teilkulturellen Felder der kompakten Majorität hinein. Entsprechend viel Mühe wende ich auf mögliche Vermittlungsweisen zwischen den diversen subkulturellen und nicht-subkulturellen Zielpersonen des Entwurfspapier auf.
In den Feed-Backs zum Entwurfspapier war wiederholt die Anmerkung enthalten, daß die "Sozialkybernetik" letztlich zu seiner Leitwissenschaft geworden sei. Daran ist, wen verwundert es, einiges zutreffend, wenn mir auch diese Schlußfolgerung etwas einseitig erscheint. Mindestens sind die sozialkybernetischen und systemtheoretischen Ansätze durchmischt mit den angedeuteten zyklentheoretischen Überlegungen, auch die obige Marx'sche Kritische Theorie spielt eine große Rolle, wenn auch mit einem extrem offenen Ausgang. Schematisch gesprochen, handelt es sich um eine Art Halbparität zwischen dem soeben zusammengeschnürten Paradigmenbündel einerseits, zwischen der Erwartung der nicht determinierten inhaltlichen Resultate der vorgeschlagenen rotierenden Projektgruppen andrerseits. Keine meiner Arbeiten war, in radikaldemokratischer Absicht, so sehr auf die Form beschränkt, wie diese: in nichts sollten die inhaltlichen Ergebnisse (zu denen es nie kam) durch implizite Vorgaben prädeterminiert, in nichts vorher bestimmt werden.
Was mich aber gegenüber dem Entwurfspapier, und dem in diesem enthaltenen Keimformen einer Theorie der Vernetzung im Nachhinein skeptischer stimmt, als gegenüber der "Theorie der Subkultur", den "Notaten...", den (veröffentlichten oder immer noch nicht veröffentlichten) Zukunfts-Bänden, ist dies: In all den genannten kann ich serienweise auf Prognosen und Analysen hinweisen, die (oft genug zu meinem Bedauern) eingetroffen sind. Hingegen ist (jedenfalls meines Wissens, und jedenfalls in Europa) keine einzige vernetzte Organisation entstanden, die auch nur entfernt den Ansprüchen des Entwurfspapiers genügen würde. Von Netzwerk Selbsthilfe bis zum "Netz" e.V., von den Zusammenschlüssen von Bürgerinitiativen bis zu den Nicht-Regierungs-Organisationen handelt es sich ausnahmslos um Formen, die so auch unter den Hegemonien von Dampfmaschine, Eisenbahn oder Elektrizität entstehen hätten können: bürgerliche Idealvereine, eventuell von Beiräten garniert, Handelsgesellschaften, Geschäftsführende, in Einzelfällen (Greenpeace) abgekupferte Konzernstrukturen. Mag ja sein, daß im Internet das eine oder andere politisch-gesellschaftliche Netz entstanden wäre, dann aber mit wenig konkreter Verbindlichkeit und, entsprechend, wenig nicht-virtuellen Wirkungen. Trifft indes diese Analyse zu, dann muß auch an den stattgehabten Theoriebildung etwas fehlerhaft sein.
Nach diesem Exkurs, der mir durch die Erwähnung der Theorie der Vernetzung im Titel dieses Vortrags aufgegeben war, kehre ich zum Hauptstrom der Diskussion der Theoriebildung im Felde Alternativer Ökonomie zurück. Dabei will ich auf eine Dichotomie anknüpfen, die ich vor, ich denke, drei Jahren sehr betont habe, und diese ansatzweise zu erklären versuchen: die zwischen "Theorie" und "Praxeologie".
Nicht, daß ich die "Praxeologie" (der Begriff stammt vom polnischen Philosophen Kotarbinski, ich kenne ihn aus der futurlogischen Sekundärliteratur, es ist mir bislang nicht gelungen, eine Originalschrift aufzutreiben) zu gering veranschlagen würde. Es macht Sinn, auf die Praxis, auf ihre Erfolge, Widersprüche, Paradoxien zu reflektieren, und diese Reflexionen in einen Zusammenhang zu bringen. Und sie scheint auch nicht zufällig als ein Kampfbegriff in Zeiten entstanden zu sein, in der "Theorie" nur zwischen Elfenbeinturm und Herrschaftswissen zu schwanken geneigt war, während ich "Theorie" als konkrete ideelle Totalisierung innerhalb eines gegebenen thematischen Feldes verstehe. Nicht die Praxeologie macht das Problem der Theoriebildung Alternativer Ökonomie aus, sondern ihre nahezu auftretende Ausschließlichkeit.
Sowohl in der "Theorie der Subkultur", als auch in den "Notaten", habe ich mich darum gemüht, potentiell auf alle Subkulturen, auf alle Formen Alternativer Ökonomie mich idealtypisch zu beziehen. Es ist zwar oft beim Exemplarischen verblieben; so kann mir mit Recht vorgeworfen werden, die unfreiwilligen Subkulturen damals vernächlässigt zu haben (ein Mangel, den ich in "Drogenabhängigkeit und Drogenkultur" exemplarisch, in "Einführung in die Soziale Therapie" flächendeckend kompensiert, wenn nicht überkompensiert, habe) - auch kann mir entgegengehalten werden, Erscheinungsformen, die es noch nicht gab (z.B. Tauschringe), noch nicht behandelt zu haben. Darum geht es nicht. Es geht darum (und das erscheint mir als theoretische Frage mit praktischen Wirkungen), daß kaum jemand auf alle 35-40 Formen Alternativer Ökonomie, die es derzeit geben dürfte, strukturell-genetisch, sozialkybernitsch, kritisch-theoretisch, subkulturbezogen, feministisch, oder auch nur empirisch reflektiert. Es ist schon eine Sternstunde, wenn in Burghard Fliegers "Fortschrittfähiger Organisation" neun derselben vorkommen.
Die Folge (die sich auch als Ursache erweisen wird) ist, daß der Gegenstand, entsprechend, in 35 oder 40 Alternative Ökonomien auseinander fällt, und in ihre jeweiligen Teilszenen mit eigenen Selbstorganisationsstrukturen, eigenen Publikationen, eigenen Kunden- oder Aktivistinnenkreise (die denn auch selbstredend zumeist zu klein sind, um entscheidendes zu bewegen, oft genug selbst, um diese Teilalternative am Leben zu erhalten). Wo die Bemühung vorherrscht, wenigstens alle wahrzunehmen, ihnen übergreifende Äußerungsmöglichkeiten zu vermitteln - dies ist auf unterschiedliche Weise jedenfalls im TAK AÖ, im "Netz", in den "Bunten Seiten" der Contraste der Fall -, bleibt es im allgemeinen entweder beim äußerlichen Nebeneinander jener Alternativen Ökonomien, die im Grund sich nicht für einander interessieren, oder bei dem, was ich in der Sprache des Entwurfspapiers ein informelles "Projekt Koordination" genannt hätte: Leute, die auf Zeit miteinander arbeiten, die sich zufällig auch mehr oder weniger mögen, und deren Kooperation, wenn auch ohne Nachbereitung, irgendwann wieder endet, aber die Aktiven (wie die Kunden/Revenuegeber) nicht wirklich (auch nicht kritisch) berührt.
Dies gründet in der Konkurrenz (und diese im je spezifischen Mangel an Mehrwert, bzw. an umzuverteilenden Revenuen), und aus dieser resultiert wiederum die potentielle Gleichgültigkeit gegenüber der tendenziellen Gesamtheit aller anderen Alternativen Ökonomien, von der je eigenen Branche, der je eigenen Szene, ja dem je eigenen Projekt abgesehen. Solcherarts wird die Praxeologie, ...
hier fehlt der zweite Teil
siehe auch: Marx lesen BestimmteNegation
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Mittwoch, 7. Juni 2006
Eine kleine Anmerkung zu Rolf Schwendter
Samstag, 16. November 2002
Liedermacher und Professor der Deviantik, des abweichenden Verhaltens ... lange Zeit in Kassel (Hochschule und Offenes Wohnzimmer), jetzt wieder in Wien und Ungarn ..
"So ganz nebenbei" ist er Zentralfigur verschiedener Bewegungen wie der Gesundheitsläden, der Antipsychiatriebewegung und des Mannheimer Kreis Kritische_Psychiatrie, des Theoriearbeitskreis Alternative Ökonomie in der AG SPAK, baut Politische_Supervision aus, betreut das jährliche Mainzer Festival Open_Ohr, singt in Tagungen in Evangelischen Akademien.
Er war Mitbegründer des Ersten Wiener Lesetheaters und des Vereins zur Förderung alternativer Kultur e.V. in Kassel. Offenes Wohnzimmer
Im Jahr 1980 erschienen die "Lieder zum freien Gebrauch" unter dem aus dem bekannten I can' get no satisfaction bewusst politisch eingedeutschten Titel "Ich bin noch immer unbefriedigt" im Rotbuch Verlag. Im Deuticke Verlag erschien 1996 der Lyrikband "Drizzling Fifties".
Rolf Schwendter lebt in Wien und Kassel und ist Vorstandsmitglied der Grazer_Autorenversammlung.