Antisemitismus
Antisemitismus bezeichnet eine Judenfeindlichkeit, die sich auf rassistische, nicht religiöse Vorurteile stützt, sich zu einer Ideologie formt und als politische Bewegung judenfeindliche Ziele verfolgt. Der Antisemitismus kam nach 1789 auf und wurde im Lauf des 19. Jahrhunderts öffentlich propagiert. Seinen Höhepunkt erlebte er in der Politik des nationalsozialistischen Deutschlands. Antisemitisches Gedankengut ist in den unterschiedlichsten Ausformungen bis heute wirksam. --WikiPedia
"Der Antisemitismus … ist keine Doktrin, die kritisiert werden kann, sondern eine Haltung, deren soziale Wurzeln so geartet sind, daß sie keine Begründung erfordert. Man kann ihm keine Argumente entgegensetzen, denn er ist mit einer Reaktionsart verbunden, der die Beweisführung als Denkart fremd und verhaßt ist. Er ist ein Mangel an Kultur und Menschlichkeit, etwas, was im Gegensatz zu Theorie und Wissenschaft steht. Davon hat sich jeder überzeugt, der Gelegenheit hatte, mit einem Antisemiten eine jener hoffnungslosen Diskussionen zu führen, die immer dem Versuch ähneln, einem Tier das Sprechen beizubringen."
(Leszek Kolakowski)
Eliminatorische Ideologie, die bedrohliche gesellschaftliche Phänomene - wie die wertvermittelte Ausbeutung menschlicher Arbeit - auf ihre Erscheinung zu reduzieren sucht, um "Verantwortliche" dafür ausfindig zu machen und diese zu ermorden um sich der abstrakten Bedrohung, die nicht gesehen werden will, zu entledigen. --MiK
Rhetorik
Welche Form von Rhetorik ist das? Mal abgesehen von der unglaublichen Phrasologie stecken da so viele Fehler drin, dass mir förmlich die Haare zu Berge stehen. Auch der zitierte Text der WikiPedia ist extrem verkürzend, aber zumindest halbwegs akzeptabel. --HelmutLeitner
Texte:
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Max Horkheimer - Theodor W. Adorno:
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Elemente des Antisemitismus - Grenzen der Aufklärung
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Moishe Postone: Nationalsozialismus und Antisemitismus - Ein theoretischer Versuch
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Antisemitismus und Fetischismus - Kritische Theorie zur Basisideologie der bürgerlichen Gesellschaft
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Weitere Quellen:
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Tina Heinz: Bericht aus einer Akademie - Wie der Antisemitismus auf dem linkspluralistischen Meinungsmarkt beredet wird - http://www.trend.partisan.net/trd0101/t130101.html
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Zum A. Homanns http://www.taz.de/pt/2003/11/14/a0216.nf/text.ges,1
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http://www.fritz-bauer-institut.de/ ... e_european_union.pdf
Diskussion
Kontext: Argumentation von Freiwirtschaftlern
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warum antisemitisch ? Mit gleichen Argumenten kann man antisemitisch sein, aber warum soll das antisemitisch sein ? --ToKa
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Weil moderner Antisemitismus mit gezielter fataler Verkürzung (z.B. Mehrwert aus Arbeit auf "Zins") versucht, die abstrakten Bedrohungen der kapitalistischen Vergesellschaft auf konkrete Bereiche ("Finanzkapital") und deren angebliche Profiteure zu reduzieren, diese zum Sündenbock zu machen und den Rest - die eliminatorische letzte Konsequenz - spar ich mir hier erstmal --MiK
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Doch nicht gezielt ? Das hieße, es wäre ein Überblick da. Eher unbeholfen. Arno Gruen argumentiert: Übertrage dein eigenes Opfersein auf andere und töte Sie; damit mußt du dich nicht mehr als Opfer wahrnehmen. Es scheint mir, als ob auch gilt: Übertrage deine eigenen Agressionen auf andere, und töte Sie; damit mußt du dich nicht als Agressor wahrnehmen. --ToKa
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Völlig d'accord was die psychologische Dimension des Problems angeht, und das Problem des A. hat diese Dimension. Aber sie hat auch die Dimension von Ideologie und um die ging es mir. Die ist krude aber nicht unbeholfen. Sie ist leider weit verbreitet, und sie wird von den entsprechenden Leuten leider über offene Projekte wie CoForum oder WikiPedia massiv weiterverbreitet. --MiK
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ok: denken in Dualismen ist strukturell ähnlich dem Antisemitismus. Ähnlich ist aber nicht ist. Aller Übel Grund ist die Abstraktion , aber nicht jeder, der abstrahiert ist Antisemit ? --Toka
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BitteÜberdenken ... das trifft (das ernste) Problem imho nicht. Denken ist Abstraktion oder es ist nicht. --MiK
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Denken ist Fühlen, oder es ist Antisemitismus ;-) Sag mal stop, wenn ich zu sehr nerve. Aber ich habe diesen Zusammenhang bisher nicht verstanden, würde aber gerne. --ToKa
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Fühlen ist wichtiger als Denken - Punkt für dich ;-{} --MiK
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Ich verstehe nicht, warum für etwas, was meiner Ansicht nach ein grundlegendes Prinzip ist (z.Bsp. Vedrängung des Opferseins), ein spezifisches Wort gebraucht wird. Was ist mit Antisemitismus gemeint ? Doch wohl Judengegnerschaft ? Ist der Jude der Prototyp des Opfers, oder warum wird das so gebraucht ? Und wenn das dann verkürzt wäre, ist dann nicht der Begriff Antisemit antisemitisch ? --ToKa
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