Die Entschulung der Gesellschaft
web:http://reactor-core.org/deschooling.html Volltext in englisch
Buch von Ivan Illich
Deschooling society. – New York : Harper & Row, 1971. – "Illich geht davon aus, dass der Mensch in den hochindustrialisierten Ländern und – über Maßnahmen der Entwicklungshilfe – in Anfängen auch bereits in Gebieten wie Lateinamerika vor allem danach bewertet wird, wie viel Schulstunden er konsumiert hat. Die Schule als das Reproduktionsorgan der modernen Gesellschaften ist für Illich das wirksamste Instrument zur Vorbereitung der Kinder auf ein entfremdetes Leben unter Leistungs- und Konsumdruck und zugleich die primäre Ursache für die Ausbreitung der sozialen Ungleichheit. Die Alternative hierzu soll nach Illichs kulturrevolutionärem Konzept die Entschulung der Gesellschaft sein. Sie beginnt damit, dass an die Stelle des manipulativen Trichters, d. h. der Pflichtschule mit abgestuftem Lehrplan, ein Netz kommunikativer, geselliger Institutionen tritt, die jedem in jedem Alter ein freies, schöpferisches Lernen ermöglichen. Eine solche institutionelle Revolution hält Illich nicht nur für humaner als die politisch-ökonomische, sondern, im Gegensatz zu dieser, auch für die einzige in ihren Zielen realisierbare." – Aus dem Rücken der deutschen Ausgabe: Entschulung der Gesellschaft. – München : Kösel, 1971.
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Freitag, 30. November 2001
Ivan Illich kann als als der radikalste Denker in den Bereichen Politik und Gesellschaft in der zweiten Hälfte den 20. Jahrhunderts betrachtet werden. Sein Ziel ist die Analyse der institutionellen Struktur der Industriegesellschaft und daneben sowohl eine rigorose Kritik als auch ein Bündel alternativer Konzepte zu liefern.
Der Hauptimpuls seiner Kritik richtet sich gegen eine Gesellschaft der Hauptelemente eine Wachstumswirtschaft, politische Zentralisierung, und die Idee unbegenzter Technologie sind.