I.G.E.L. e.V.
Aktuell
Naturerlebnis - Feriencamp 2013
Kampf und Solidarität gegen Straßenbau, aktualisiert: Chronik Straßenbau Zarnekla
Teamer- und FÖJ-Stellen sind besetzt.
Bäume in die Erde
Die letzte Aufforstung von 2 ha in Zusammenarbeit mit wikiwoods.org war im Frühjahr 2010. Alle Infos:
http://archive.wikiwoods.org/doku.p ... arnekla:projektseite
Für jede Saison brauchen wir Freiwillige in den Monaten Mai bis August, die diese Fläche mähen, daß die Bäume eine Tschangse haben. Für mehr Wachstum als lausige 8,4 % (China). Und im November brauchen wir Freiwillige, die Eicheln stecken und Bäume nachpflanzen, um Verluste auszugleichen. Einmalige Erfahrungen garantiert.
Selbstbeschreibung
Zweck des Vereins ist die Förderung des Natur- und Landschaftsschutzes und die Schaffung von Grundlagen für ein naturverträgliches Leben.
Dies soll erreicht werden durch Natur- und Landschaftsschutzarbeiten; durch die Pflege traditioneller handwerklicher Techniken; durch Renaturierungsmaßnahmen; durch die Erforschung einer naturverträglichen und der Gesundheit zuträglichen Lebens- und Wirtschaftsweise und deren modellhafte Umsetzung anhand einer bäuerlichen Hofstelle; durch die Förderung eines ökologischen Land- und Gartenbaus und einer artgerechten Tierhaltung; durch die Entwicklung und Weitervermittlung einer hiermit im Einklang stehenden Bewußtheit der Menschen."
aus der Vereinssatzung
Ab 1992 wurden die heutigen Vereinsflächen von engagierten, umweltbewußten jungen Menschen umgestaltet. Die ausgeräumte Landschaft des ehemaligen Acker- und Weidelandes ist weiter auf dem Weg, sich in ein kleines Paradies zu verwandeln, vielräumig und voller Nischen für Pflanzen und Tiere. Etwa 5,5 ha wurden mit Laubwald aufgeforstet, 400 m Hecken bislang gepflanzt, zahlreiche Straßen-, Obst- und Solitärbäume gesetzt, Wildpflanzen konnten sich wieder etablieren, eine 7000 m² große Streuobstwiese ist am Wachsen und seltene Tiere stellten sich wieder ein wie Mauswiesel, Braunes Langohr, Rohrweihe, Zauneidechse, Kammolch, Trauermantel und andere.
Das Vereinsgelände umfaßt desweiteren Altwald, Wiesen, Brachland, Moor, Gartenland, einen Festplatz, ein Gewächshaus, und ein Schaugelände ist im Entstehen mit Insektenwand, Teich, Fledermauskeller, Trockenmauer und seltenen Pflanzen.
In einem anderen Dorf wird ehemaliges Ackerland mit einer Hecke umgeben, ein Teich angelegt, eine Streuobstwiese gepflanzt und ein Hain geschaffen.
Im Nachbardorf Drosedow wurde vor kurzem der alte Park gekauft (LandFreiKauf). Seit kurzem funktioniert endlich die http://www.parkhueter.de, Layout von der Stange - Nachsicht!, aber paar Fotos sind da blickig.
Der Verein versteht sich als Netzknoten der Region und steht im Austausch und Zusammenarbeit mit anderen engagierten Menschen und Gemeinschaften. Das betrifft auch Veranstaltungen, die hier laufen können.
Kontakt hier: mailto:i.g.e.l.e.v@t-online.de
Der Verein ist anerkannte Einsatzstelle für das FÖJ.
FÖJ in ZarNekla
(was das ist, siehe FÖJ - Freiwilliges ökologisches Jahr)
Aufgabenbereiche
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Aufforstungspflege: Mahd, Nachpflanzen, Aufasten, Zaunflicken...
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Hecken: Anlegen und Pflegen, tot ("Benjes") oder lebendig
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Öko-Garten: Alles und Saatgutgewinnung von vom Aussterben bedrohten Kulturpflanzen
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Streuobstwiese: Pflege und Neupflanzungen
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Tiere: Bau von Nisthilfen, Fledermausquartieren, Insektenhotels, Trockenmauern; Hilfe bei der Schafhaltung
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Landschaft: Pflege von Feuchtbiotopen, weitere Gestaltung und Aufrüstung mit Vegetation
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Bauen: Mithilfe bei Lehmbauprojekten, Gewächshausbau und so
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Sonne: Bau von Solaranlagen wie Duschen oder Kochkisten
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Wissen: Verbreiten, Mithilfe bei Veranstaltungen, Gästebetreuung samt Uno-Sessions und Abzappeln
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Poliotik: Mitwirken an Aktionen, Begreifen von Zusammenhängen je nach Lage
Und das Besondere
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Unterkunft: eigenes Zimmer, WG-mäßige Mitbenutzung von Bad, Küche, Bibliothek und der CD sold heart to the one von sometree; wer es braucht: UK auch wahlweise im winterfesten Bauwagen... Die UK kostet 7 Eurosen pro Tag bei Bio-Vollverpflegung im Anschluß an die hier sonst noch Lebenden
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Bedingungen: Auf dem gesamten Gelände herrscht Rauch-, Alkohol- und Drogenfreiheit, vorort nur vegetarisches Essen möglich, Ökologie wird hier also etwas weiter gefaßt: es gibt hier "nur" Kompostklos, keinen Fernseher oder Kühlschrank, keine Tageszeitung
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Selbst: Faktisch erwartet den FÖJler bei seiner Tätigkeit öfter Alleinsein mit sich selbst bei unmittelbarem Kontakt zur Natur - die Chance, sich seiner selbst verantwortlich bewußter zu werden. Aber auch öfter sind Gäste und Helfer (vornehmlich Wwoofer) hier - die Chance zu neuen Kontakten und Impulsen.
-
Also willkommen: Zumal das FÖJ mittlerweile als Kriegsersatzdienst anerkannt ist!
Bewerben
Ab Mitte Januar beim
FÖJ-Regionalbüro Vorpommern des JAO, z.H. Frau Stübs
Spiegelsdorfer Wende 2, 17491 Greifswald;
03834/501414; foej.jao-greifswald@t-online.de
Zur Bewerbung gehören: ein Paszbild, eine Kopie des letzten Zeugnisses, ein tabellarischer Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben (auf die Einsatzstelle I.G.E.L. e.V. in Zarnekla, natürlich ist vorher ein Besuch hier möglich, auch für mehrere Tage).
Wald und Mensch kommen sich nah: in einem Park.
(siehe auch LandFreikauf und http://www.parkhueter.de)
If you want to know, how the things really are - try to change them!
Aktionen und Veranstaltungen
Um unser Themenspektrum zu zeigen, hier das beispielgebende Jahresprogramm von 2008:
23. und 24. Februar ® Seminar Obstbaumschnitt
Unter Anleitung fachkundiger und erfahrener Gartenbauingenieure lernen wir die Grundlagen und Voraussetzungen für einen gesunden Obstbaumschnitt kennen. Das Wissen wird an jungen, mittelalten und alten Obstbäumen sogleich angewendet. Und wir erfahren in Vorträgen etwas über Herkunft und Entstehung der Obstsorten sowie eine Menge über Wildobst unserer Breiten.
War gut und ~ besucht. Wird nächstes Jahr wiederholt!
28. bis 30. März ® Baumpflanzaktion # 1
Unser Verein plant in diesem Jahr eine weitere Erstaufforstung von 2 ha Ackerland in Zarnekla. Wir bereiten die Fläche vor (für etwa 8000 Setzlinge von v.a. Eichen und Linden), bepflanzen die Wegeränder mit Hecken und erfahren Wissenswertes rund um den Wald, incl. Führungen. Eventuell (Stand der Genehmigung...) beginnen wir schon mit dem Bäumepflanzen. Spenden für Setzlinge absolut herzlich willkommen!
4. bis 6. April ® Baumpflanzaktion # 2
wie vor...
11. bis 13. April ® Lehmbauseminar # 1
Naturbaustoffe in Theorie und Praxis. Bauen und Gestalten mit Lehm und Stroh. Selbsthilfe beim Bauen, ökologisches Bauen. Baurechtliche Fragen. Der Seminarinhalt wird von den Teilnehmern mitbestimmt. Vorgesehen v.a. Stampflehm in Massivwänden.
Bei zu wenigen Anmeldungen ist auch 19. und 20. April möglich!
3. bis 4. Mai ® Natürliche Ernährung
Ich esse, also bin ich.
Welche Nahrung bietet die Natur? Welche Nahrung entspricht unserem biologischen Kern? Was haben wir kultiviert? Esse ich, was ich bin?
Ein Seminar rund um die natürlich angemessene Ernährung des Menschen.
Wir finden viele eßbare Wildpflanzen direkt vor der Haustür und bereiten damit Gerichte zu. Wir lernen verschiedene Ernährungsformen kennen: vegane, rohköstliche, instinktive und Ernährung aus yogischer Sicht. Wir erfahren etwas über Ökolandbau und Selbstversorgung. Und etwas über die Dinge, die uns verkauft werden.
10. Mai ® Wald in deiner Nähe # 1
Siehe unter # 2, 13. Juni!
23. bis 25. Mai ® Lehmbauseminar # 2
Siehe # 1, jedoch hauptsächlich Stampflehm
6. bis 8. Juni ® Lehmbauseminar # 3
Siehe # 1, jedoch hauptsächlich Mauern und Putzen.
13. bis 15. Juni ® Wald in deiner Nähe
Einlassen auf Wald und Bäume. Ein Wochenende der ungewöhnlichen Wahrnehmungen. Waldspiele, Waldbegreifen mit verbundenen Augen, Suchlisten & Finden, Kontakt mit Bäumen, Schreibwerkstatt, Nachtwanderung, Führungen, Baumbestimmung, Vorträge und Diashows.
29. Juni bis 14. Juli ® Internationales Jugendworkcamp
In Zusammenarbeit mit der Vereinigung junger Fre iwilliger e.V. (VJF), Berlin. Naturschutzarbeiten und Bau eines Umweltbildungspavillons im Park in Drosedow.
5. bis 7. September ® Lehmbauseminar # 4
Wie im Juni!
26. bis 28. September ® Klein-Windanlage # 1
Fortsetzung des Einstiegseminars vom letzten Jahr. Neueinsteiger willkommen!
Ideen sammeln und gemeinsam eine Kleinwindanlage zur Stromerzeugung (~ 500 W) planen, die im Oktober aus möglichst viel Abfallmaterial gebaut werden soll. Hier gibt’s Theorie & Grundlagen & Gespräche über Probleme und Utopien rund um Energie.
Ort: Kombinat Gatschow)
10. bis 12. Oktober ® Kräutergarten-Wochenende
Viel Praktisches rund um altbekannte und wiederentdeckte Kräuter: Auswahl, Pflanzung, Pflege und Verwendung. Im Mittelpunkt steht das Bauen einer Kräuterspirale, die optimale Bedingungen für verschiedene Pflanzen schafft. Kräuter unterstützen das gesunde Wachstum im Gemüsebeet und bereichern Ihren Blumengarten. Sie duften auf dem Balkon und sind genußversprechender Schmuck auf der Küchenfensterbank. Vermittelt wird auch Wissen um die Bedeutung von Kräutern in Heilkunst, Ernährung, Liebe sowie für die Insektenwelt.
9. bis 11. November ® Klein-Windanlage # 3
Selbstversorger-Windrad bauen: Material sichten, organisieren; Pläne zeichnen; Teile fertigen, montieren; Mast aufstellen; Elektrik anschließen usw... Läuft das Windrad gut, können wir uns auf die Schultern klopfen und in Autarkie-Utopien schwelgen. Kleine oder große Probleme tauchen aber immer auf. Die werden wir beseitigen: uns Verbesserungen ausdenken und umsetzen.
2., 3. und 4. Novemberwochenende ® Baumpflanzaktionen
Wir forsten auf! 8000 Bäume in den Boden! Dazu Waldspiele und –führungen, Wissensvermittlung über Bäume Wald und Forst und abends Ton-Dia-Vorträge. Für alle Altersgruppen!
Der Bericht
Internationales Jugendworkcamp Zarnekla 2. - 20. 7. 2012
Über die Teilnehmer
Krystsina Kamarowa aus Belorußland, Da Young Hwang und Jiyeon Lee aus Südkorea, Lucas Prou (kam einen Tag später) und Thomas van Hoove aus Frankreich, Swetlana Zhuchkowa aus Rußland, Isabel Reyes aus Mexiko, Lucie Pojslowa und Kristyna Sulanska aus Tschechien, Oksana Stets aus der Ukraine, Elisabet Baena i Sanfeliu aus Spanien sowie die Campleiterinnen/Teamer Svea Blieffert und Jenny Kurwan bzw. Paul Vonberg (Jenny reiste erst am 7. Juli aus Schweden an, Paul vertrat sie vorher). Das Alter lag zwischen 18 und 24 Jahre, alle bis auf Isabel waren Studenten. Alle reisten mit der Bahn an, von Berlin kommend.
Zu einzelnen Umweltbildungsangeboten bzw. Seminaren kamen noch deutsche Teilnehmer (meist Anfang 20) hinzu, als da waren Sebastian Löhrmann und Marlin Gorsleben aus Greifswald, Christiane Jähnichen und Lutz Anders aus Berlin, Heiko Kircheis aus Annaberg, Marco Vonnahme aus Lüneburg, Ernst Rose und Friedrich Steilen aus Dargun und Steven Ebbinghaus aus Nordirland.
Der Kettenbagger wurde bedient von Bruno Littmann aus Alt Negentin, Projektleiter war Roland Gorsleben vom I.G.E.L. e.V. Die Campsprache war Englisch. Übersetzungen geschahen simultan in hervorragender Qualität.
Die Motivation der TN war zu Beginn sehr unterschiedlich, in diesem Jahr gaben nur 4 von ihnen als Hauptgrund die Arbeit in der Natur fürs Kommen an. Lange Acrylfingernägel, weiße Söckchen, selten die Hand vom Smart-phon gelöst und die tägliche Stunde Schminken vorm Spiegel bildeten vor allem in der ersten Woche für einige der TN Hindernisse, sich ganz einzubringen. Manche der TN wußten auch gar nicht, was sie erwartete, da unsere Projektbeschreibung in ihren Landesorganisationen nur bruchstückhaft gekürzt zugänglich war.
Es dauerte einige Tage, bis alle an einem Strang zogen und auch der Zweck des Tuns verstanden und zumindest anerkannt wurde. In der letzten Woche war die Motivation sehr hoch und gleichmäßiger verteilt.
Über die Camparbeit
Renaturierungsprojekte und Umweltbildung
Neuer See Wir trafen aus Kostengründen die Entscheidung, die Hauptmasse an Aushub mittels Mietbagger zu bewerkstel-ligen, da nach ersten Angeboten klar wurde, daß eine Vergabe der Baggerarbeiten an eine Firma etwa das Zehnfache kosten würde. Kurz vor Campbeginn teilte uns die avisierte Verleihfirma mit, daß sie keine Tieflader mehr zum Anliefern hätten, wir mußten kurzfristig zu einem anderen Vermieter umschwenken und bekamen somit einen kleineren Kettenbagger als geplant. Geplant war auch der Einsatz eines Baggerfahrers aus dem Bekann-tenkreis, der die Arbeit "für lau" erledigen wollte, dieser konnte jedoch unfallbedingt nicht. Mit Glück konnten wir Bruno verpflichten, dessen Aufwand wir entschädigten, der andrerseits jedoch trotz des kleineren Baggers so schnell war, daß die Gesamtkosten im Rahmen blieben. Außerdem war er Fachmann für Moorgewässer und Fließgewässer und konnte direkt den TN viele Fragen beantworten und eine Menge Wissen nahebringen. Seine ruhige, umsichtige Art ermutigte auch 3 der TN, selbst einmal den Bagger zu steuern. Den Bagger betankten wir mittels eines großen mobilen Dieseltanks und Handpumpe von einem Autoanhänger aus, es wurde dreimal zu einer Tankstelle gefahren. Nur einmal machte die Maschine Probleme, als eine der Batterien explodierte. Es wurde niemand (wie während des ganzen Camps) verletzt, die Verleihfirma kam um-gehend zur Reparatur. Am Ende übergaben wir den Bagger gereinigt und vollgetankt. Die TN halfen, noch bevor der Bagger kam, beim Abstecken der künftigen Gewässerform, in einem Frageseminar erfuhren sie dann auch schon Grundlagen des Sinns und Zwecks unserer Arbeit. Während des Baggerns (regel-mäßig wurden Arbeitsschutzbelehrungen durchgeführt, da die Teams selbstbestimmt wechselten) verteilten die TN v.a. den Aushub zur gewünschten Geländeform. Und sie fischten hin und wieder schwimmende Torfbrocken aus dem entstehenden Gewässer. Der Aushub bestand größtenteils aus Schwarzerde, degradiertem Torf und Torf. Mineralischer Boden war seltener als angenommen, Wir fanden leider auch nur 4 Findlinge, so daß der Bau einer Trockenmauer auf dem Gelände verschoben wurde (dies werden ab Oktober ein Praktikant und unsere FÖJlerin erledigen). Während der Arbeit füllte sich der See sofort mit Grundwasser, der Spiegel steigt noch immer leicht an. Zu der Erhöhung der Biodiversität, die unser Hauptziel ist, gesellte sich noch ein anderer Zweck des neuen Sees: das enorm niederschlagsreiche vergangene Jahr hatte zu einem großen Verlust an Bäumen (Erlen, die bis Anfang April bis zu 15 cm Stammhöhe im Wasser standen, auch einiger Weißdorn) in unserer benachbarten Auf-forstung geführt (Absterben der Wurzeln), dies sollte nun der Vergangenheit angehören. Einige der toten Bäume fällten wir und fuhren das Holz ab. Später wären sonst die Bäume tw. in den See gekracht, was eine Verlandung begünstigt hätte. In Vorträgen und während Führungen erfuhren die TN wissenswertes über die Funktion lebendigen Wassers in der Landschaft, über Folgen von Entwässerung und Renaturierung, über Eutrophierung und den kleinen und großen Wasserkreislauf. Nicht zuletzt lernten sie einige der wasserbewohnenden einheimischen Tiere kennen (Wasserspinnen, Wasserskorpion, Rückenschwimmer... einen Süßwasserpolypen fanden wir jedoch nicht). Der Tages- und Arbeitsablauf wurde von den Teilnehmern selbst organisiert. So konnten auch Regenstunden unser Projekt nicht gefährden, da wir diese Zeit für Seminare nutzten. Spannend war auf jeden Fall, wie über dieses große Projekt die Augen fürs Wasser geöffnet wurden, Bei manchen TN gab es einen Bewußtseins-sprung – das ist nicht zu viel behauptet, sie werden ihren zukünftigen Umgang mit der Lebensgrundlage Wasser sehr verändern und dies auch weitervermitteln.. Der Himmel spiegelt sich nun im See, die Landschaft hat dort wieder ein Auge. Schon bald begrünten sich die von der Arbeit betroffenen Flächen wieder, und wir konnten nach wenigen Tagen etwa 40 Teichfrösche zählen, die dort jetzt leben (wobei nicht ganz klar ist, wo die alle herkommen :o), es wurden schon Libellen und Jungfern gesichtet. Ab September leistet Lea Sommer ihr FÖJ bei uns im Verein, sie wird an der Uni Greifswald in verschiedenen Fachbereichen unser Angebot unterbreiten, die Besiedelung und Veränderung des neuen Gewässers durch Studenten wissenschaftlich zu untersuchen und zu dokumentieren.
Kleingewässer
Am Rand einer ehemaligen Lehmgrube wurde ein bestehendes Wasserloch vergrößert und vertieft, daß dort ganzjährig Wasser steht. Dabei wurde der Bestand an Schwertlilien, Pestwurz und Rohrkolben eingepflegt, auch auf Frösche und Wasserkäfer wurde sorgsam geachtet. Klein aber fein – unser Verein hat jetzt wieder ein sehr schönes Anschauungsobjekt direkt vor der Haustür. Der ausgehobene Lehm wurde z. T. zu einer unserer zukünftigen Baustellen gebracht.
Streuobstwiese
Handmahd. Eine Herausforderung für alle, die sich so etwas noch nicht haben träumen lassen! Leider konnte unser geplanter "Dengelmeister" nicht, so daß wir kurzfristig noch ein kleines Dengelgerät kauften, das auch von Laien einfach handhabbar ist. Nach vielen Lehrvorführungen und mit jedem Quadratmeter gemähter Fläche wuchs auch allmählich der Elan an dieser harten Arbeit. So richtig Freude kam in der Zeit nicht auf, aber es waren täglich TN bereit, dort ihr Bestes zu geben. V.a. nach dem sie in einem Seminar erfahren hatten, was sich hinter "Verbuschung" verbirgt, was "Ausmagern" bedeutet und wie überhaupt Boden, Wasser, Licht und Pflanzen zusammenspielen.
Das Campleben und Freizeit-Aktivitäten
Stralsund, Ozeaneum, Königsstuhl, Rügen, Paddeltour Peene, Fahrradtouren Umgebung, Kreistänze, Kirchen-konzert, kritische Sachfilme, Spiele, Jugger, Waldführungen.
Unterkunft und Verpflegung
Die Teamer wählten Bauwägen, die Teilnehmer Gästezimmer. Wegen des Wetters brachte die Solardusche nur selten volle Leistung, das Badezimmer war abends oft überlaufen. Das Kompostklo war für die meisten TN ge-wöhnungsbedürftig, nachdem die grundlegenden Zusammenhänge (auch und gerade global) der Auswirkungen von WC’s begriffen wurden, änderte sich auch die emotionale Sicht. Die Gemeinschaftsküche wurde überwie-gend selbstorganisiert und –bestimmt ausgiebig benutzt. Die Verpflegung war biologisch und vegetarisch mit hohem Anteil aus dem Vereinsgarten. Kochen (Holzherd) und Abwasch (3-Schüssel-System) organisierten die TN ebenfalls selbst. Es gab zwischenzeitlich eine heftige Auseinandersetzung zwischen zwei TN-Fraktionen anläßlich einer Grillparty im Nachbardorf zu den Fragen "Wie treffen wir Entscheidungen, Verbindlichkeiten?", "Fleisch oder nicht Fleisch, Bio oder nicht Bio?", die nicht zuletzt aus den enorm unterschiedlichen Hintergründen der TN gespeist wurde, aber auch aus den frisch gemachten neuen Erfahrungen hier.
Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern als Maßnahme der Umweltbildung, -erziehung und -information von Vereinen und Verbänden.
Gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Erträgen der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie.
'Das Kleingedruckte:'
Teilnahme an Seminaren: Unterkunft (Gästezimmer, Bauwägen, Zelte, Gemeinschaftsbad und -küche) und Verpflegung (vegetarisch, alles öko) kosten pro Tag und Teili sozial gestaffelt zwischen 3 und 40 €. Das gesamte Gelände ist hunde- und drogenfrei (betrifft auch Rauchen und Alkohol).
Alle Themenangebote gehen auch als Ferien- oder WE-Veranstaltungen für ganze Klassen. Wir können gern Termine ausmachen oder uns was anderes Inhaltliches ausdenken für eine gute Zeit hier.
Es gibt hier Fahrräder zum Ausleihen, viele Spielmöglichkeiten für Kinder (Schiffs- und Affenschaukel, Karussell, Sandkasten und Wildwux), gut sortierte Sachbuchbiblio, Lagerfeuerplatz...
Aktuelle Aktivitäten bitte auch per mail oder fon erfragen!
mailto:I.G.E.L.e.V@t-online.de
Wir kommen!
Wir kommen mit allen unseren Themen auch gern nach auswärts!
Zu finden sind wir im Umweltbildungsführer Mc Pomm
als Anbieter: http://www.umweltschulen.de/ubf/daten/html_anbieter/255.htm
mit einigen Angeboten: http://www.umweltschulen.de/ubf/daten/html_angebot/589.htm
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Zar Nekla die Zweite, Freiraum für Gemeinschaft und Einzelgänger, naturnahe Aktivitäten und selbstbestimmteres Leben.
BieteLebensplatz