Funmilayo Ransome-Kuti

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geb.1900 , ermordet 1978

Nigerianische feministische Aktivistin. Gründete die Nigerian Women’s Union. Organisierte in den vierziger Jahren, nachdem die britische Kolonialverwaltung steuerpolitische und versammlungsrechtliche Maßnahmen beschlossen hatte, die einschneidenden Folgen für die ökonomische Selbständigkeit der Frauen in Nigeria hatte, Steuerstreiks, Demonstrationen und breites Spektrum von Maßnahmen zivilen Ungehorsams, mit der sie die Verwaltung des Großbritannien unterstellten Königreiches Egba an den Rand des Zusammenbruchs führte. Diese Proteste, die landesweit und international Aufsehen erregten, sind als Egba Women's War, oder "Nigerian Women's struggle" in die Geschichte eingegangen. Ihr Engagement für die Unabhängigkeit Nigerias und gegen den Rassismus und Sexismus der Kolonialverwaltung, sowie gegen Ethnizismus bei ihren eigenen Landsleuten mündeten in der Landesweiten Organisation der Nigerian Women's Union, sowie einer Art "Frauenparlament", das jedoch in der Konkurrenz mit dem Parlament der Männer keinen Bestand hatte. Sie trat deswegen in den NCNC (National Council of Nigeria and the Cameroons) des späteren Nigerianischen Präsidenten Azikiwe ein und führte, in ständigem Konflikt mit Azikiwe und der Parteiführung, den Frauenflügel der Partei. Ihre Internationalen Aktivitäten brachten sie auch in Kontakt mit Moskau- und Chinaorientierten Frauenorganisationen, und sog. nationalen Befreiungsbewegungen, mit denen sie stets eine pragmatische Kooperation pflegte, ohne sich vereinnahmen zu lassen.
Funmilayo Ransome-Kuti, der es von Anfang an um eine bessere Ausbildung von Frauen gegangen war, tat sich auch als Stifterin von Bildungseinrichtungen für Frauen hervor. Ihr Sohn Fela Kuti erwarb sich als gesellschaftskritischer Songwriter und Musiker einen internationalen Ruf.

Biographie: For Women and the Nation