Globale Beschleunigungskrise
Als Globale Beschleunigungskrise bezeichnete der Physiker Peter Kafka die globale Krisensituation, die durch den Fortschritt der menschlichen Zivilisation herbeigeführt wird, wenn die beiden folgenden Entwicklungstendenzen gleichzeitig eintreten:
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Hohe Innovationsgeschwindigkeit: Die Zahl der Veränderungen und Neuerungen nimmt allgemein sehr schnell zu. – Folge: Die "Fehlerquote" und die Zahl der ungelösten Probleme erhöht sich ebenfalls sehr schnell, jede "Problemlösung" erzeugt mehrere neue Probleme.
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Globalisierung: Die Veränderungen und Neuerungen verbreiten sich sehr schnell über den ganzen Globus. – Folge: Es gibt kein "Außen" mehr, das neu erschlossen werden kann (aus dem Ressourcen bezogen und in das Probleme verlagert werden können); es gibt keine "Pufferzone" mehr, die Toleranzgrenze des Systems ist erreicht.
Diese beiden Entwicklungstendenzen verletzen – zusammen wirkend – die systemtheoretischen Grundbedingungen für eine "aufwärts" führende Entwicklung, die Peter Kafka unter den Schlagworten Vielfalt und Gemächlichkeit zusammenfasste. Werden diese Grundbedingungen beseitigt, dann "findet die Wirklichkeit im Raum der Möglichkeiten nicht mehr aufwärts zu höherer Komplexität, sondern taumelt abwärts, in kompliziertes Chaos". Peter Kafka begründete auch
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weshalb die Globale Beschleunigungskrise schon im Schöpfungsprinzip der Evolution "angelegt" ist und als ein singuläres Ereignis in der irdischen Evolution eintreten muss;
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dass die Globale Beschleunigungskrise trotz ihrer bedrohlichen Krisensymptomatik nicht zum Untergang der menschlichen Zivilisation führen muss sondern eine entscheidende Neuorientierung der Leitideen dieser Zivilisation wahrscheinlich werden lässt;
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dass die Globale Beschleunigungskrise seit dem Ende des 20. Jahrhunderts keine Zukunftsvision mehr ist, sondern Realität.
(Zitate aus: "Wohin rennen wir eigentlich? Wirtschaften für das Leben – Gegen den Verlust und Ausverkauf von immer mehr Lebensbereichen an den totalen Markt". Erweiterte nachträgliche Schriftfassung einer Ansprache von Peter Kafka beim "Politischen Samstagsgebet" in der Erlöserkirche München Schwabing am 13.11.1999)
Literatur
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Peter Kafka: Gegen den Untergang. Schöpfungsprinzip und globale Beschleunigungskrise, München Wien 1994, ISBN 3-446-17834-1
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Peter Kafka: Gegen den Untergang. Schöpfungsprinzip und globale Beschleunigungskrise, München Wien 1994, ISBN 3-446-17834-1. Siehe auch http://www.langelieder.de/kafka-buch.html
Diskussion:_
nach "relativer Zeit Raum Koordination", in unserer heutigen informationellen Situation zu glauben, über die wesentlichen Daten wissentlich zu verfügen, die das Urteil erlauben, das "wir über uns fällen", sei hier angemerkt, daß Kategorien wie "ich", "wir", die "biologische Vielfalt", die liebenswürdigkeit des Wesens in seiner Betrachtbarkeit etc. darauf beruhen, daß wir einen Glauben haben, nicht zu wissen, wie das Leben entstanden ist. Eventuell vermischt mit einem Instinkt der Bestrafung am Leben zu sein. Tatsächlich kann die Vorstellung, mit einen eigenen Körper das zu erleiden, was der uneigendliche vorlebt, wesentliche erkenntnistheoretische innovationen freisätzen.
Wer ist dieses, was 'Ich' ist und wo geht es hin?
Wem nützt die Vorstellung der Beschleunigung?
Warum ist die Bedeutung von "global" (selbst)betrug?
Trilobiten, Amoniten, EbIoniten http://www.trilobita.de/extinct.htm
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Donnerstag, 18. September 2003
Fortschrittskritiker. Sieht uns in einer Globalen Beschleunigungskrise. Empfielt Tasten als Entwicklungsstrategie.