UtopieKreativ
Monatliche Publikation, herausgegeben von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin. Ist wohl als die bedeutendste Theoriezeitschrift im Umfeld der Linkspartei.PDS anzusehen.
Auch wenn es auf der entsprechenden Webseite heißt "Die Redaktion lädt ständig zur Diskussion ebenso wie zur Einsendung von Beiträgen ein", so ist dies doch noch immer einem alten unidirektionalen Modus verhaftet, in welchem sich mit Aufsätzen eigene Überlegungen und Erkenntnisse einem größeren Publikum unterbreiten lassen, aber entsprechende Reaktionen oder gar Diskussionen mangels Rückkanal nicht - oder wenigstens nicht öffentlich - möglich sind.
Die Texte der einzelnen Beiträge sind (mit geringem zeitlichen Verzug - auch die Druckexemplare wollen ja verkauft sein), als pdf's unter http://www.rosalux.de/cms/index.php?id=uk verfügbar. Es bedarf weniger weiterer (technischer) Voraussetzungen, einen solchen Rückkanal einzurichten - einer Wiki-Seite (dieser) für Statements und einer Mailingliste, über welche sich intensivere Diskussionen zu Texten entspannen können. Fangen wir also einfach mal an. – Hans-Gert Gräbe
Heft 184
Utopie Kreativ 184 Februar 2006. mit ausgewählten Artikeln (SASCHA LIEBERMANN: Freiheit ist eine Herausforderung, kein Schlaraffenland; GERHARD WAGNER: Zwischen Mondschein und Gaslicht. Heine in der ästhetischen Kultur des Industriezeitalters; RAINA ZIMMERING: Frauenmorde und keine Aufklärung – die Frauen von Juárez).
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Sascha Liebermann: Freiheit ist eine Herausforderung, kein Schlaraffenland.
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2006-05-10: Kommentar zum Text von Hans-Gert Gräbe
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Lit:
(Brangsch-06) Lutz Brangsch: Grundsicherung - ein vergessenes PDS-Konzept. Utopie Kreativ 187 (2006), 417-426. http://www.rosalux.de/cms/fileadmin ... /187/187Brangsch.pdf (?)
(Busch-05) Ulrich Busch: Schlaraffenland - eine linke Utopie? Kritik des Konzepts eines bedingungslosen Grundeinkommens. Utopie Kreativ 181 (2005), 978-991. http://www.rosalux.de/cms/fileadmin ... tiv/181/181Busch.pdf
(FSV) Freiheit statt Vollbeschäftigung. Ein Diskurs. Siehe http://www.freiheit-statt-vollbeschaeftigung.de.
(Graebe-01) Hans-Gert Gräbe: Emanzipatorische Herausforderungen moderner Technologien - 10 Thesen. Version vom Mai 2001. http://www.hg-graebe.de/EigeneTexte/e-thesen2.html
(Graebe-05-1) Hans-Gert Gräbe: Wissen und Bildung in der modernen Gesellschaft. Chemnitzer Thesen. In: (RLKonf-05), S. 7-23. http://www.hg-graebe.de/EigeneTexte/cc-thesen.pdf
(Graebe-05-2) Hans-Gert Gräbe: Kommentar zum Text (Busch-05), Nov. 2005. http://www.hg-graebe.de/Texte/Kommentare/UK/181-busch.txt
(Kurz-94) Robert Kurz: Der Kollaps der Modernisierung. Reclam Verlag, Leipzig 1994.
(Merten-03) Stefan Merten: Eigentum und Produktion am Beispiel der Freien Software. Rosa-Luxemburg-Preis 2003. http://www.rosalux.de/cms/fileadmin ... n__Stefan_INHALT.pdf und http://www.opentheory.org/eigentum/text.phtml
(NW) Diskussion im Vorfeld des Workshop "New Work", http://www.hg-graebe.de/WAK-Leipzig/projekt-2.html
(PM-05) Potsdamer Manifest und Potsdamer Denkschrift. http://www.vdw-ev.de/manifest/index.html
(RLKonf-05) Hans-Gert Gräbe (Hrsg.): Wissen und Bildung in der modernen Gesellschaft. Texte der V.~Rosa-Luxemburg-Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen. Leipzig 2006. Siehe auch http://www.hg-graebe.de/Texte/RLKonf-2005.html
(Spehr-00) Christoph Spehr: Gleicher als Andere. In (Spehr-03)
(Spehr-03) Christoph Spehr (Hrsg.): Gleicher als andere. Eine Grundlegung der freien Kooperation. Karl Dietz Verlag, Berlin 2003. http://www.rosalux.de/cms/fileadmin ... oads/pdfs/texte9.pdf
(Wolf-03) Frieder Otto Wolf: Grenzen der freien Kooperation. In (Spehr-03).
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Heft 181
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Ulrich Busch: Schlaraffenland - eine linke Utopie? Kritik des Konzepts eines bedingungslosen Grundeinkommens.
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2005-11-21: Kommentar zum Text von Hans-Gert Gräbe
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Andreas Exner: Geld für Alle = Alle für Geld? Zur Debatte um das Grundeinkommen. Streifzüge 35 (2005) - http://www.streifzuege.org - /str 05-33 exner geld-fuer-alle.html
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2005-11-22
und das wort menschen-würde zeigt auch schon, dass es sich bei der grund-sicherung nicht um ein national-politisches anliegen handelt (es geht also nicht um die deutschen-würde oder die europäer-würde) sondern um ein anliegen der welt-gesellschaft als ganzes . wenn man dann anlässlich des welt-kinder-tages wieder liest, dass über eine milliarde kinder menschenunwürdig dahinvegetieren (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21400/1.html), dann weiß man, warum wir ein grundsätzlich neues gesellschafts-system brauchen . wir brauchen ein gesellschafts-system, dass es uns erlaubt, gemeinsam die welt zu regieren . wir brauchen ein geld-system, dass es uns erlaubt, jeden am geld-kreislauf zu beteiligen . und wir brauchen gemeinschaften, die dafür sorgen, dass der einzelne im sinne der gemeinschaft tätig wird, um so wieder von ihr zu profitieren .
deshalb reicht es nicht, ein rein mechanisches modell zu machen . das wäre recht einfach . das gesamte geld liegt auf der terra-bank, bei der jeder ein konto hat, und wandert von konto zu konto . jeden tag wird das weltweit größte konto halbiert und eine hälfte gleichmäßig auf alle übrigen konten verteilt . da die größten konten (die nach der halbierung dann erst mal eine weile nicht mehr zu den größten gehören (also in ruhe wieder wachsen können (es gibt sonst keine steuer, ausser einer geld-umsatz-steuer von 10%, die bei jeder konto-bewegung fällig wird))), da also die konten der reichsten dieser welt im dutzend-fachen milliarden-bereich liegen, sind das pro nase täglich ein paar euro . davon kann man ein kind in der dritten welt schon wunderbar ernähren . aber, wie gesagt, das modell ist rein mechanisch und wäre höchstens ein erster schritt .
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ist es nicht genauso für den Einzelnen, wie Du es 'jeden Tag für den Reichsten' empfiehlst? Ich stell´ mir den Verteilungs Effekt mit Autobatterien vor, jedes Auto, wo die Lademaschine kränkelt, kann nochmal starten, aber weiß nicht warum eigentlich. Ziel kann nur sein, allzumenschliches durchschaubar werden zulassen, in die Fadenscheinigkeit des Kaisers neuester Kleider. Nur, wenn die Selbsterkenntnis, sich nicht hinter einem Konto (errare-Tank) verstecken zu können, Allgemeinwissen wird, wird danach gesucht werden, was jeder wirklich braucht. Die Dinge, die uns voneinander Unterscheiden sollen, können wechseln, wenn sie in die Unterschiedslosigkeit geregelt werden - weil sich einjeder aus dem Unterschied einen Vorteil verspricht, weil das Gefühl 'nicht genug zu bekommmen' dadurch dann beim Anderen vermutet wird.
Täten alle nur so (viel haben), als hätten sie nicht genug (getan) und freuten sich trotzdem! würde selbst der Letzte (viel)wegwerfen, wovon er meint, daß es unabdingbar wäre, für diese (s{o}eine) Gemeinschaft. Die Wüstenbewohner würden ihren Sand verschenken und keine Mauer täte einen Zweck. – Uwe