RadioGenossenschaft
Wer den tatsächlichen Dialog im Radio weiterdenken will, wird irgendwann an der Frage des Eigentums der Betriebsmittel landen, und was gäbe es logischeres als eine Genossenschaft? Kein Unternehmen ist stabiler, und die Art der Bildung dabei ist ja nicht nur von "oben" nach "unten" zu gestalten, die Dialoge kommen erst richtig in Gang, wenn alle "Radio lernen" können.
Zum RadioLernen gehören eine Menge von Fähigkeiten und Möglichkeiten, mitzuwirken: Von den Auswertungen der Presseverteiler, über Besuche von Pressekonferenzen, Interviews, Betreuung des Internet-Auftritt und der Mailing-Listen, Jingle-Produktion, Mitschnitten, Moderation, Musikauswahl, Ausbau und Bedienung der Technik, Recherchen, ... bis zur Moderation von Redaktionskonferenzen, Verwaltung, Anfragen für Werbung, ... Betreuung von Studiogästen, bis zum Bewirten und regelmässigen aufräumen der Küche!
Die gesellschaftliche Präsenz des Radios in Gruppen, Initiativen und Vereinen, in Printmedien und in der öffentlichen Diskussion erfordert viele Mitwirkende, und der falsche Wink als "Dienstleistung" bringt wieder in die falsche Ecke: Radio kann tatsächlich LernMedium sein, das als SchulRadio, Firmenradio etc. Alltagsqualität bekommen kann, wenn es nicht "dudelt", stört: Es ist wichtig, zu seiner Qualität offene Gespräche zu führen, Musikpäpste und Rechthaber sind sein langsamer Tod.
Wie wird es mehr zum BürgerRadio? Eine Genossenschaft von Menschen, die es in die Hand nehmen? Die selbstorganisiert Arbeitsplätze und Ausbildung schaffen, aber auch den Hörenden die Rechte zur Mitarbeit ermöglichen ... Die Zuhörer mit ihren Interessen wirklich wahrzunehmen geht erst, wenn die vermeintlichen Autoritätsstufen der "RadioJournalisten" abgebaut werden, wozu auch der klare Umgang mit Narzissmus und Lampenfieber, mit Macht und Erziehungsansprüchen gelingt.
Ausbildungsplätze aller Art begleiten