Gnu General Public License
Die weitverbreitetste Lizenz für FreieSoftware. Zur Zeit laufen Debatten um eine Überarbeitung der Lizenz (GPL3).
GPL
Die wirklich geniale Leistung des GNU-Projekts bestand in der Schaffung einer besonderen Lizenz, der GNU General Public License (GPL) - zur Verwirklichung eines Prinzips, dass sich »Copyleft« nennt. Die Lizenz beinhaltet folgende vier Prinzipien:
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das Recht zur freien Benutzung des Programms,
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das Recht, Kopien des Programms zu erstellen und zu verbreiten,
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das Recht, das Programm zu modifizieren,
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das Recht, modifizierte Versionen zu verteilen.
Diese Rechte werden gewährleistet, in dem die GNU GPL vorschreibt, daß
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der Quelltext frei jederzeit verfügbar sein und bleiben muß,
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die Lizenz eines GPL-Programms nicht geändert werden darf,
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jede Software, die eine Modifikation einer unter der GPL stehenden Software darstellt oder auch nur einen Teil einer solchen enthält seinerseits wiederum unter die GPL zu stellen ist.
Links
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Text der Lizenz: http://www.gnu.org/copyleft/gpl.txt
Eine ähnliche Lizenz gibt es auch für Texte, die Gnu Free Documentation License.
Neue Seiten im Kontext
Sonntag, 23. März 2008
Public Private Property (PPP) verfolgt das Ziel, mit Hilfe von Lizenzen einen entknappenden Umgang mit materiellen Gütern zu ermöglichen.
Das Konzept ist angelehnt an die Erfindung der GPL, die dies im Bereich "Computerprogramme" bereits erreicht hat. Dabei soll ein ähnlich modulares Lizenzsystem zum Einsatz kommen, wie es Creative Commons erfolgreich vorgemacht hat. Weitere Inspirationsquellen finden sich in den schon existierenden oder angedachten Projekten Peerconomy, Mietshäuser-Syndikat, Nutzigems, Reisenetzwerken. Allen diesen Projekten ist gemeinsam, dass sie versuchen das private Eigentumsverhältnis an materiellen Gütern zu verändern (manchmal sicherlich nicht in vollem Bewußtsein, was sie da tun).
Dabei wird das juristische Eigentum selbst erst einmal nicht angetastet. So wie ja auch bei GPL- oder CC-lizensierten Werken das Copyright beim ursprünglichen Autor verbleibt. Dennoch soll es die Möglichkeit geben, durch ein eigenes Lizenzmodul den dauerhaften Verbleib der ehemaligen Ware in PPP zu sichern. In diesem Fall wird dann das Eigentum übertragen an eine Organisation, die die Garantie übernimmt, dass PPP gültig bleibt. Auch das gibt es im Fall der GPL: Viele GNU-Projekte verlangen ein Abtreten der Rechte an die FSF, um so unproblematisch zukünftige Lizenzänderungen vornehmen zu können.
Die Nutzung eines PPP-Gutes wird möglich, wenn man die Lizenz anerkennt. Das Eigentum bleibt also privat, der Besitz wird aber gesellschaftlich. Dabei formuliert PPP den kleinsten gemeinsamen Nenner von "zur Verfügung stellen": Zeigen, dass es da ist. Zusätzlich angegebene PPP-Module ermöglichen mehr Freiheit.
Das Experiment soll dezentral ohne die Notwendigkeit, erst eine Community aufbauen zu müssen, und ohne aufwendige Software-Programmierung funkionieren. Eine Gemeinschaft bildet sich durch Nutzung und durch die Vermittlung des Internet. Von Anfang an soll aber (im Entwurf von Formaten und Protokollen) daran gedacht werden, dass man in einem nächsten Schritt dann durchaus Werkzeuge entwickelt, oder schon vorhandene nutzt, die den Umgang mit größeren Datenmengen dann überhaupt erst ermöglichen.
Unterstützer, die diese Lizenzen ausarbeiten, sowie Übersetzer (vorerst ins Englische) werden gesucht.
Samstag, 17. Juni 2006
Der HeiseTicker berichtet gerade, dass Ghostscript, ein OpenSource Postscript-Emulator nun komplett unter der GNU General Public License veröffentlicht wird. Bisher wurde die Software vom Hersteller mit verschiedenen Lizenzen angeboten: einer eigenen "Alladin Free Public License" (AFPL), die die Software nur für nicht-kommerzielle Zwecke freigibt, sowie ein Jahr später unter der GPL, die keine Nutzungsbeschränkungen beinhaltet.
Wegen dieser Politik hatte sich ESP Ghostscript als ein komplett freier Fork der GPL-Variante entwickelt.
Verbesserungen scheinen wohl zumeist für diese freie Variante beigesteuert worden zu sein, da Heise als Motivation für diesen Schritt die kurzfristige Möglichkeit der Einarbeitung von Patches ohne Lizenz-Einschränkungen in den Haupt-Entwicklungszweig angibt.
Dies Bestätigt mal wieder den viralen Effekt der GPL.
Freie Distributionen wählen freie Varianten von Software, diese werden dadurch mehr benutzt. Größere Nutzung ergibt mehr Fehlerberichte und Wünsche für Weiterentwicklung und, genügend Menschen mit Programmierkenntnissen vorausgesetzt, automatisch zur Verbesserung der Software.
Sonntag, 14. Mai 2006
Soll Eigentum abgeschafft werden ? Diskussion... kleine Änderung
Dienstag, 17. Januar 2006
Das im September letzten Jahres gestartete Projekt zur Diskussion der GPL hat den ersten Entwurf der neuen Version 3 der GNU General Public License (GPL) fertig gestellt. Auf einer eigenen GPLv3-Seite bietet die Free Software Foundation (FSF) jetzt allen Interessierten die Möglichkeit, den weiteren Diskussionsprozess zu verfolgen und sich daran zu beteiligen. Die GPL ist die wichtigste Lizenz für Open-Source- und freie Software; beispielsweise stehen rund zwei Drittel der gut 75.000 auf Sourceforge.net gehosteten Projekte unter der GPL.
Mittwoch, 11. Januar 2006
Novell gibt die voriges Jahr mit Immunix eingekaufte Sicherheitserweiterung für den Linux-Kernel unter der GPL frei.
Dienstag, 22. November 2005
Mittwoch, 5. Oktober 2005
Der Freistaat Christiania ist eine alternative Wohnsiedlung in Kopenhagen, Dänemark.
Christinia braucht 5 Mio und versucht es mit CrowdFunding
Sonntag, 1. Februar 2004
Diskussion um die Abschaffung von Zins
Sonntag, 20. Juli 2003
Nutzigems ist die Abkürzung für "Nutzerinnen-Gemeinschaften". Das Projekt versucht eine Web-basierte Software zu entwickeln, die die gemeinsame Nutzung von Gütern erleichtern soll.
Montag, 14. Oktober 2002
Warum werden "emanzipatorische Texte" künstlich knapp gemacht ?