Anna Tardos

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Direktorin und leitende Psychologin des Emmi-Pikler-Instituts - auch Lóczy genannt - in Budapest. Das Lóczy ist für etwa 40 Säuglinge und Kleinkinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Familien aufwachsen können, das Zuhause mit den dort wirkenden Erwachsenen als Bezugspersonen. Anna Tardos ist die Tochter von Emmi Pikler.

Texte:

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Montag, 18. Februar 2002

Der Film "Lóczy - Wo kleine Menschen groß werden" ist eine Arbeit des französischen Regisseurs Bernard Martino. Er führt den Zuschauer in die Welt eines außergewöhnlichen Säuglingsheimes in Budapest. Die Kinderärztin Emmi Pikler hatte 1946 in einer leer stehenden Villa ein Heim für weggegebene Säuglinge und Kleinkinder gegründet. Sie entwickelte Pflegerichtlinien, die verhindern sollten, dass die Kinder durch das Fehlen der Mutter bleibenden seelischen Schaden davontragen. Sie brach mit allem, was bis dahin den Pflegeheimen heilig war.

Montag, 11. Februar 2002

Das Emmi - Pikler - Institut (Lóczy) hat drei große Aufgabengebiete, die sich gegenseitig ergänzen und bedingen: Betreuung, Forschung und Lehre.

Betreuung:

Für etwa 40 Säuglinge und Kleinkinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Familien aufwachsen können, ist das Lóczy das Zuhause mit den dort wirkenden Erwachsenen als Bezugspersonen.

Forschung:

Die Betreuung der Kinder wird unterstützt durch regelmäßige und umfangreiche Aufzeichnungen über die Beobachtungen der Pflegerinnen, sowie der psychologischen und pädagogischen Mitarbeiterinnen. Diese Beobachtungen stellen sowohl die Grundlage für die individuelle Betreuung der Kinder, als auch Ausgangspunkte für zusätzliche wissenschaftliche Schwerpunktuntersuchungen und Veröffentlichungen dar.

Lehre:

Dieses Aufgabengebiet gliedert sich in Ausbildung, Fortbildung und internationalem Austausch. So wurde für die MitarbeiterInnen des Lóczys eine ganz spezifische Struktur der Weiterbildung entwickelt, die ihre Basis auf dem schon erwähnten Gebiet der Forschung hat. Seit 1971 hat das Lóczy die Aufgabe, die MitarbeiterInnen aller ungarischen Säuglings- und Kleinkinderheime fortzubilden. Ungarischen StudentInnen bestimmter Fachrichtungen wird genauso Gelegenheit zur Hospitation gegeben wie in- und ausländischen Fachkräften. Ca. 1300(!) Veröffentlichungen in Form von Schriften, Fotos, Filmen und Lichtbildern dienen auch dem fortdauernden Austausch mit zahlreichen Institutionen und Universitäten im In- und Ausland. Die Veröffentlichungen und Dokumentationen des Lóczys veranschaulichen gleichermaßen die Vorträge, Seminare und Kongressbeiträge in verschiedensten Ländern durch seine MitarbeiterInnen.

Gegründet wurde das Lóczy von der Kinderärztin Emmi Pikler.

Anna Tardos (Tochter von Emmi Pikler) ist jetzt die Leiterin.

Erweiterte Auflage des Buchs Laßt mir Zeit von Emmi Pikler, mit einem Vorwort von Rebeca Wild und Beträgen von Anna Tardos und Magda Gerber.

Es geht um den respektvollen Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern – vor allem während der Pflege.

Dienstag, 5. Februar 2002

In diesem Buch beschreibt Jean Liedloff ihre Eindrücke beim Zusammenleben mit den Yequana. Es ist für viele eine Motivation zu einem kooperativeren Umgang mit Säuglingen und Kindern.