ContentManagementSystem

Version 6, 172.177.106.20 am 29.1.2004 21:56

Ein (Web-)Content-Management-System ((W)CMS), auch Redaktionssystem, genannt ist eine Software, die die Pflege einer Website weitgehend automatisiert.

Ohne CMS __

Bei einfachen Webseiten liegen alle einzelnen Seiten als eigene HTML-Dateien vor. Diese HTML-Dateien enthalten neben dem Kern-Inhalt (meist ein Text) Navigationselemente, Angaben zum Layout und Metadaten (z.B. Schlüsselwörter, aber auch z.B. Steuerbefehle für Browser oder Proxy-Server).

Will der Webmaster nun eine Änderung im Layout vornehmen, so muss eventuell jede einzelne HTML-Datei geändert werden (was sich bis zu einem Gewissen Grad an Komplexität der Änderung auch Automatisieren lässt). Soll die Struktur der Webseiten verändert werden, also z.B. eine Webseite in eine anderen 'Ordner' verschoben werden, so müssen auf mehreren Webseiten von Hand Navigationselemente angepasst werden. Möchte man Inhalte ändern, so muss man Kenntnisse in HTML besitzen.

Hier wird klar, dass dieses Vorgehen allenfalls bei sehr kleinen Webauftritten vertretbar ist. Hier kommen nun die CMS' ins Spiel.

Trennung von Inhalten, Layout und Seitenstruktur __

Ein CMS speichert die Inhalte, zusammen mit weiteren Informationen, wie Zugriffsrechten, Schlüsselwörtern, Kategoriezuordnungen, Versionsinformationen, Sprache etc. in einer Datenbank.

Wünscht nun ein Benutzer eine bestimmte Seite zu sehen, so werden die Inhalte im Moment der Anfrage aus der Datenbank eingelesen und in eine Layout-Schablone (Template) eingesetzt.

Auch die Struktur der Seiten untereinander wird in einer Datenbank gespeichert und die jeweils relevanten Daten als Navigationselemente in das Template eingesetzt.

Somit reicht also eine Änderung an einem oder einigen wenigen Templates um das Erscheinungsbild vieler oder aller Seiten zu verändern. Diese Templates können so auch von Designern erstellt und ggf. auch direkt hochgeladen werden, ohne dass diesen ein weiterer Zugriff auf das System eingeräumt werden muss.

Inhalte können ohne HTML-Formatierung von berechtigten Autoren eingebracht werden und von Redakteuren per Knopfdruck, auch termingenau freigeschaltet werden.

Änderungen an der Seitenstruktur wirken sich automatisch auf die Navigationselemente der Seiten aus.

Cacheing, rollenbasierte Benutzerverwaltung, Abbildung von Workflows, Plug-In-API's, Formulargeneratoren (und ...) sind weitere Features einiger oder vieler CMS'.

Vielfalt __

Es gibt mittlerweile eine nicht mehr überschaubare Vielzahl an CMS. Neben universellen Lösungen gibt es spezielle CMS für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche (z.B. Communikations-Portal, eZine, Online-Shop, einfache Webpräsenz etc.).

Eine ganz gute Übersicht vermittelt www.contentmanager.de.

Empfehlungen sind unter ContentManagementSysteme zu finden.


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