CopyLeft
So funktioniert Copyleft
Copyleft ist folgende Eigenschaft von Lizenzen für immaterielle Güter: Ein Copyleft-Produkt darf jeder Mensch frei nutzen. Bei Weitergabe müssen die Regeln der Lizenz akzeptiert werden. In der Lizenz ist verfügt, dass das Gut nicht wieder exklusiviert und die Lizenz bei (auch veränderter) Weitergabe nicht geändert werden darf: Die Eigenschaft der Freiheit vererbt sich damit auf Kopien und abgeleitete Versionen. Eine Copyleft-Lizenz erlaubt jede Verwendung des Produktes - außer der Möglichkeit abgeleitete Werke unter einer Lizenz zu verbreiten, die diese wieder einschränkt. Inzwischen gibt es Copyleft-Lizenzen für viele Immaterialgüter.
Copyleft und Copyright
Das Sprachspiel CopyLeft gegen CopyRight hat dabei auch grundsätzliche Bedeutung: eine Lizenz, die die Eigenschaft "CopyLeft" hat, verkehrt die eigentliche Idee des Urheberrechts (die Garantie von Verwertungsrechten) in ihr Gegenteil (den Schutz der Nutzer vor Verwertung der Software).
Im erweiterten Sinn wird CopyLeft auch für alle anderen Texte benutzt, für die es künstliche Knappheit in Form von Lizenz-Vereinbarungen gibt. Diese werden oft als "OpenContent" bezeichnet.
CopyLeft wird auch als politische Aussage gegen künstliche Knappheit genutzt.
Beispiele für freie Inhalte sind auf der Seite OpenContent zu finden.
Alle Inhalte von CoForum sind falls nicht anders Vermerkt unter einer CopyLeft-Lizenz zu nutzen (siehe auch CoForumLizenz).
Freie Software und Copyleft
Freie Software (bzw. Open Source Software) ist nicht notwendigerweise Copyleft-Software. Freie Software zeichnet sich durch vier Freiheiten aus:
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die Freiheit der unbegrenzten Nutzung zu jedem Zweck
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die Freiheit des Studiums der Quelltexte
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die Freiheit der Modifikation
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die Freiheit der Weitergabe
Mehr Informationen:
copy - left?
aus: www.attac-austria.org
Der Begriff "copyleft" löst manchmal missverständliche Assoziationen aus: Sind wir jetzt "linksgerichtet", ist "copyleft" also politisch?
Nein. copyleft ist nicht politisch gemeint. copyleft ist als Gegensatz zu "copyright" gemeint, und stammt aus der Tradition der freien Programmierer (vor allem den Linux-Programmierern). Es besagt: JedeR darf die Informationen nehmen und benutzen, solange er/sie das Ergebnis, also den verbesserten oder erweiterten Programmcode wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.
So meinen es auch wir mit den Informationen auf dieser Website. Wir haben die Studien, die wir zitieren nicht gemacht, wir haben sie zusammengetragen. Nehmen Sie die Informationen, benützen Sie diese weiter. Und stellen Sie die Ergebnisse Ihrer Arbeit (also Ihre Erkenntnisse) wiederum der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Dies ist der Kernsatz der Zivilgesellschaft: Wir alle basteln an einem Stück besserer Welt, und niemand hat die Weisheit dafür gepachtet.
Das hängt davon ab, was unter "politisch" verstanden wird. Meiner Ansicht nach ist gerade die Art und Weise, wie wir unsere Ökonomie gestalten, Politik. Insofern ist die Wahl einer Lizenz schon politisch. – ThomasKalka
Copyleft-Lizenzen (siehe Lizenzen):
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General Public License
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Gnu General Public License (alle das selbe)
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Gnu Free Documentation License
Sind diese Lizenzen Copyleft?
Lizenzen, die zwar "frei" sind im Sinne der FSF , aber nicht CopyLeft:
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BSD-Licence, diese erlaubt die freie Benutzung, zwingt den Anbieter abgeleiteter Werke jedoch nicht, diese auch frei zu veröffentlichen.
ToDo:
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Zusammenstellen der Lizenzen mit kurzer Erläuterung
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Hinweis auf eine Seite, die die Unterschiede und Probleme der CopyLeft-Lizenzmodelle beschreibt
Stefan Merten zu CopyLeft und CopyRight von Petra H. http://www.oekonux.de/liste/archive/msg08597.html
Stefan Meretz zu CopyLeft und CopyRight von Petra H. http://www.opentheory.org/copyleft_again/text.phtml
Neue Seiten im Kontext
Saturday, 29. July 2006
Buch von Robert Folting über soziale Bewegungen in Österreich. Als Volltext im Internet lesbar.
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Im Community-Wiki werden Eigenheiten und (mögliche) Entwicklungen von Online-Systemen (zumeist Wikis) besprochen, zumeist aus einer Software-Technologischen Sicht.
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Hinweis auf CopyLeft der Zeitschrift
Monday, 14. October 2002
Warum werden "emanzipatorische Texte" künstlich knapp gemacht ?
Sunday, 3. February 2002
In neoliberalen Zeiten werden auch die Unis immer mehr zu gewinnorientierten Dienstleistungsunternehmen umgebaut. Kritische und nicht direkt ökonomischen Nutzen versprechende Inhalte werden zurückgedrängt bzw. ganz entfernt. Auch Konzepte wie die englische OpenUniversity sind nicht wirklich offen. Die Fernuni Hagen hat wiederum ziemlich geringe Gebühren, aber dafür fixe Studienpläne und Eingangsvoraussetzungen. Welche Alternativen kann es geben?
Wednesday, 12. December 2001
OpenSource bezeichnet Software und im erweiterten Sinn auch andere Produkte, deren Quelltexte frei zugänglich sind und für eigene Projekte benutzt werden können.
Eine Untermenge von Open-Source-Software ist die Freier Software, die durch KooperationZwang bei Nutzung einen Schutz vor möglicher Privatisierung bietet.