GIVE - Globally Integrated Village Environment

Version 10, 88.72.96.154 am 19.7.2006 09:33
Daten
Gründer: Franz Nahrada

...ein Projekt von Franz Nahrada

steht für Globally Integrated Village Environment

oder Gib Informationen, Vermittle Entfaltungsmöglichkeiten

Bis 1992 war GIVE eine Abteilung im Zentrum für Soziale Innovation in Wien/Österreich mit dem Ziel Forschung und Vernetzungsarbeit an der Schnittstelle von Informations- und Kommunikationstechnologien mit sozialen und ökologischen Entwicklungen.

Wie der Name schon sagt ist die Zukunft ländlicher und peripherer Lebensräume das zentrale Thema. Die Kernidee ist daß durch geeignete Gestaltung und Einbettung von Kommunikationstechnologien und kooperativen Netzwerken die Dörfer eine große Zukunft als Lebensraum haben. Deswegen markiert auch das Jahr 2004 mit der Eröffnung des GIVE - Landlab in Kirchbach in der Steiermark einen entscheidenden Durchbruch.

Die GIVE Forschungsgesellschaft versteht sich als "Zukunftsforschungsinstitut für den ländlichen Raum". Aber der ländliche Raum bedeutet in diesem Zusammenhang gerade nicht nur landwirtschaftliche Monokultur, sondern reiches kulturelles Erbe und hohe Lebensqualität für alle. Das Kulturerbe von Dorf, Kleinstadt und Landschaft wird durch völlig neue Gestaltungsoptionen aufgewertet und erhalten zugleich.

Diese neuen Gestaltungsoptionen betreffen zuallererst die Fragen der Arbeit und der Bildung. Es ist möglich geworden, Zugang zu Diensten und Angeboten der ganzen Welt in jedes Dorf zu tragen, doch dieser Zugang setzt auch voraus, daß diese Dienste und Angebote auch genutzt werden. Neue Bildungsinstitutionen müssen den potentiellen Reichtum an Information in lokale Wirklichkeit und Wirksamkeit verwandeln. Eine "geistige Dorferneuerung" geht der materiellen voran!

Zugangs- und Lernorte, neue Berufe und neue Netzwerke stellen den selbständigen Menschen, der seinen individuellen Beitrag in der Gemeinschaft finden und entwickeln muß, in den Mittelpunkt. Global geteiltes Wissen ohne geistiges Eigentum multipliziert gerade die Möglichkeiten für lokales unternehmerisches und genossenschaftliches Handeln in kleinen Einheiten.

Von dieser geistigen Basis - Bildung und Open Source - führt ein sehr folgerichtiger Weg zu einer wissensintensiven und nachhaltigen Neugestaltung unserer Lebensräume. Regionalen Kreislaufwirtschaften gehört die Zukunft, die den Standortausverkauf nicht mitmachen müssen weil sie ihre inneren und lokalen Stärken und Ressourcen optimal zu nutzen verstehen; weil sie ausgewogene und vielfältige Aktivitäten entwickelt haben, um ihre Lebenshaltungskosten zu senken und externe Abhängigkeiten zu reduzieren.

Diese Besinnung auf die eigene Kraft ist gleichbedeutend mit einer möglichst weitgehenden, ja globalen Kooperation der Dörfer und Regionen im Austausch und der Erweiterung von Wissen und Erfahrung. Nicht nur besteht da kein Widerspruch: das Dorf wird vielmehr nur überleben und diese schwierigen Aufgaben bewältigen, wenn es sich Wissen und Erfahrung der ganzen Welt zunutze macht.

Die Umsetzung dieser Maxime - GLOBALES DORF - ist die Leitschnur von GIVE, die sich über verschiedenste wissenschaftliche Disziplinen erstreckt und mit Praktikern gemeinsam zur Umsetzung von Modellen führen soll. GIVE wird in Kürze auch ein Institut in Deutschland sein, keep watching!

Neue Seiten im Kontext

Mittwoch, 19. Juli 2006

Kai Ehlers, Stefan Matteikat und Franz Nahrada gründen Forschungsinstitut GIVE Deutschland. (aus: Hütten06)

Montag, 17. Juli 2006

Protokoll der Arbeitsgruppe "Wie gehts weiter ?" beim OpenSpace "Hütten06"

Dienstag, 14. Juni 2005

Informatiker, seit 2004 in Schwerin, vormals München bzw. Ungarn.

Seit Anfang 2004 im ProjektOekonux.

Sympathisant der Berliner WAK.

Mitmacher bei GIVE Deutschland

Mittwoch, 17. September 2003

Soziologe, beschäftigte sich nach dem Studium als Entwicklerbetreuer für Apples Hyper Card mit neuen Medien und deren praktischer Anwendung, betreibt seit 1992 GIVE - das Labor für Globale Dörfer, ein autonomes Forschungsprojekt; derzeit befaßt er sich mit mehreren praktischen Pilotversuchen zu "dezentraler Urbanität" (Electronic Cafés, digitale Klöster, Mediatheken)